Von Marcus, Benni und der weiten Welt

5Mrz/101

Einmal Laos

Ohne Ziel und Karte trampten August und ich ueber die laotische Grenze. Irgendwo hier liegen die "4000 Islands" im Mekong. Schliesslich erreichen wir ein Dorf mit Hafen. Ein Blick auf die Preistafel, die billigste Fahrt soll es sein, der Name der Insel ist uns unbekannt aber vor allem egal! Nach dem aufreibenden Djungeltrip wollen wir uns etwas ausruhe, mit den Einheimischen anfreunden und vielleicht ein Boot leihen oder kaufen. Hauptsache ersteinmal Ruhe.
Ein kleines Holzboot manoevriert uns durch gruene kleine Inseln, wir fuehlen uns wohl. Einige Einheimische winken und die Sonne verschwindet langsam am Horizont. Wir fuehlen uns sehr wohl. Dann die Ernuechterung: Hinter einer Kurve taucht eine Insel auf, mit Bungalows am ganzen Ufer, ein kleiner Strand zum anlegen, wo sich glatzkoepfige, krebsrote Maenner in der Sonne aalen und neben uns treibt ein Mann mit Bier in der Hand auf einem Schwimmring vorbei. Dumm gelaufen! Voll in die Touristenfalle getappt! Aber okay, wir sind guter Dinge und werden die Zeit damit verbringen komische Touristen zu beobachten. In einem ausgebuchten Guesthouse duerfen wir umsonst in unseren Haengematten im Garten naechtigen. Abends zelebrieren wir  Augusts drei monatiges Reisejubilaeum in einer Kneipe, als auf einmal Benni vorbeistiefelt. Wie der Zufall es so will, kruezen sich unsere Wege auf dieser fuer uns beide so untypischen Insel. Ein Abend mit Bier am Strand und Berichten der letzten Wochen folgt. Wir beschliessen nocheinmal zusammen eine kleine Motorradtour zu unternehmen, bevor Benni in den Sueden abzieht und ich  in den Norden reise.

Benni bleibt noch einen Tag, waehrend august und ich nach Pakxe, der naechsten grossen Stadt trampen. Unser Ziel ist es in Laos komplett auf oeffentliche Verkehrsmittel zu verzichten. Bis heute hats wunderbar geklappt!
Aus der dreitaegigen Motorradtor werden am Ende fuenf. Heilos selbstueberschaetzt und die schlechten Strasen unterschaetzt, ausserdem eine uebele Strassenkarte. Den Weg zieren Wegweiser zu Wasserfaellen, so finden wir auch unser erstes Nchtquartier.  Den naechsten Tag versuchen wir in ein Dorf auf einem Berg zu fahren aber am Ende kommt raus, dass wir auf einer total falschen Strasse waren. Nix mit Dorf, dafuer ein abenteuerlicher Weg. Anstatt einer sanften Steigung erwartete uns so eine Art Achterbahnfahrt. Kurz bergauf, dann weit runter und viel weiter wieder rauf. Das mit schwerem Rucksack und riesen Loechern in der Strasse. Das Fazit waren nach drei Tagen diverse kleine Stuerze und mal wieder ein schmerzender Hintern fuer mich.
Am vierten Tag dann Pause hinter einem groesseren Dorf. Vor uns nur noch 60km schlechte Strasse und eine Stunde Hauptstrasse. Gut zu erledigen an einem Tag. Allerdinsg nicht mit Regen. In der Nacht werden wir von dicken Tropfen geweckt, die rasant zu einem derben Unwetter werden, dass  bis zum spaeten Nachmittag andauern wird. Benni entkommt zuerst und flieht Richtung Dorf, August und ich folgen zeitversetzt und werden gleich vom ersten Einwohner aufgenommen. Der ist zufaellig Mechaniker und noch bevor wir uns setzen, schiebt er Augusts Motorrad rein und faengt an den Reifen zu wechslen. Zwei Loecher!
Wir trinken ein Kaffe und warten bis zum Sonnenaufgang. Dann schliddern wir mit unseren Raedern durch den Matsch und einen kleinen knoecheltiefen See auf der Strasse ins Dorf, Benni suchen. Der hat inzwischen an der Hauptstrasse ein leeres Haus besetzt. Hier werden wir den Tag verbringen. Auf der Veranda trocknen wir unser Gepaeck und lungern den Tag auf der Bank herum und beobachten das Geschehen. Scheinbar scheint es keinen so wirklich zu interessieren, dass drei Auslaender einfach ein Haus besetzten und auch nach Regenende keine Anstalten machen weiterzureisen. Irgendwann bringt uns die Nachbarfrau eine Sitzmatte, schliesst die Tuer auf und schliesst den Strom an.
Am naechsten Tag muessen wir umkehren, die Strasse ist nach den Regenfaellen nicht mehr passierbar. Den gaaaanzen verflixten Weg zurueck! Wir starten um 8:00 uhr und kommen erst um 18 Uhr in Pakxe an. Mein Hintern!!!

Die naechsten Tage verbringen wir damit, langsam Richtung Hauptstadt Vientaine zu ziehen. unterwegs sehen wir, das ein Moneky-Forest ausgeschildert ist. Wir nehemn uns die Zeit und folgen der staubigen Strasse. Fuer 30km brauchen wir ca. 2Stunden und 6 oder 7 Trecker. Den Affenwald erreichen wir ann zeitgliehc mit einem Haufen einheimische Touristen. Die wissens wies geht! Beladen mit Bananen laufen sie zum Waldrand und klatschen in die Haende. Nach 2 Minuten ist alles voller Affen, sicher an die 60 Stueck! Als das Essen leer ist fangen die Affen langsam an sich gegenseitig zu beissen und von den Bauemen zu werfen und schliesslich vershwinden sie dann auch. Wir nehmen die Einladung an, der Touristengruppe zu folgen. Tempelbesuch, Schildkrotensee und ab zur naechten Stadt. Perfekt.

Es geht  weiter nach Vientaine. Trampen ist hier echt etwas anderes! Meine drei Highlights auf der Strecke waren ein Truck mit Zuckersaecken beladen, auf denen wir es uns dann gemuetlich mahcne konnten (Mittagsschlaf), ein Pickup mit einer Sofagarnitur , die das ganze Hinterteil des Wagens ausfuellte (war wie Cabriofahren auf einem Sessel) und ein Typ, der uns kurz vor Sonnenuntergang einsammelte und unerwartet 250km bis nach Vientaine fuhr und sogar anhielt um uns Bier zu kaufen. 250km sind uebrigens eine ganze Menge hier! Hier gibt es nur eine grosse Strasse, die sich einmal durchs ganze Lang schlaengelt und eher so Dorfstrassenniveau hat. Generell ist es hier etwas schwe, den Leuten begreiflich zu machenwas man will. Wenn man den Daumen rausstreckt, dann heben sie auch ihren Daumen und winken zurueck. Wahrscheinlich wird das als eine Art Lob interpretiert. Wenn man dann agressiv ein Auto rangewunken hat, gehts nicht in den Kopf, dass ein fahrzeug in die Richtung der Zielstadt auch schon hilftm, auch wenn man dann weiterer Wagen finden muss und drittens wird einem oefters vorgeschlagen, dass man doch einfach ein taxi nehmen soll, den als Auslaender ht man schliesslich genug Geld.

Wie auch immer, Trampen ist hier ein Riesenspass!

marcus

Romantischer Mekong

Romantischer Mekong

Zu Gast beim Melonenhaendler

Zu Gast beim Melonenhaendler

Mit dem Floss in den Wasserfall

Mit dem Floss in den Wasserfall

Staub auf den Zaehnen...mal wieder

Staub auf den Zaehnen...mal wieder

Mekong

Mekong

P2200159

Verfahren in den Bergen

Verfahren in den Bergen

Tankstelle im Nirgendwo

Tankstelle im Nirgendwo

Unterm Wasserfall

Unterm Wasserfall

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Unsere Veranda

Unsere Veranda

Den Korb muss man sich wegdenken!

Den Korb muss man sich wegdenken!

Nickerchen im Pickup

Nickerchen im Pickup

Mit dem Traktor uebers Land

Mit dem Traktor uebers Land

Bin uebrigens in Asien!

Bin uebrigens in Asien!

Der Affenwald

Der Affenwald

Die laufen hier in Heerscharen durch die Gegend!

Die laufen hier in Heerscharen durch die Gegend!

Frisches Essen auf dem Markt

Frisches Essen auf dem Markt

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Kommentare (1) Trackbacks (0)
  1. toller Bericht..aber by the way….warum trennt ihr euch dauernd..war es nicht das Ziel gemeinsam diese Reise zu machen oder habe ich da was falsch verstanden*kopfkratz und überleg* ??


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