Kurdistan
Mit schlappen 4 Stunden Verspaetung von Kayseri nach Erzurum, fuer die Tuerkei eine ganz gute Zeit. Vorrausgegangen war dem allerdings noch das Missverstaendnis, dass der Zug nicht um 14 Uhr sondern um 02 Uhr abfuhr.
Auf jeden fall begeneten Benni auf der Zugtoilette einem kleinen leicht englischsprechendem Jungen. Soetwas ist hier wirklich rar! Dieser nimmt uns am Bhf mit zu seinem Bruder und dieser wiederum mit in seine muslimische Studenten-Glaubens-WG. Hier ist dieser der Tutor und wohnt mit 5 andern Jungs zusammen. Als Tutor steht ihm ein eigener Raum zu, die andern teilen sich zwei Schlafsaele. Taeglich wird im Arbeitsraum zwei Stunden gelernt, dann Essen und wieder zwei Stunden gelernt. Dann irgendwann noch ungezwungenes zweistuendiges Beisammensein um etwas zu lesen und fuenfmal am Tag beten. Das Essen wird geliefert. Insgesamt leben in der (uebrigens kaeltesten) Stadt (der Tuerkei) einige Tausend Studenten so. Wir duerfen sogar beim beten zusehen, dazu verwandelt sich unser Freund,  in einen Iman und los gehts. Nach einer kleinen Stadtfuehrung gehts in eine ander WG zu so einem Oberguru, der ist schon mitte 30 und bereut die alten Studenten. Wir bekommen Tee (ungefaehr der 50. in den letzten drei Wochen, Rekord ist 6 Tee/Tag) und die Jungs beten wieder, dann fuellt sich nach und nach der Raum mit weitern Leuten und alle Hocken auf dem Boden im Kreis und wir diskutieren. Eigentlich ist das so ein woechentlicher Koran-Diskussionskreis aber wir sprechen eher ueber die seltsamen Ladenkonzentrationen in der Tuerkei. Hier gibt es tatsaechlich in einer Stadt in der Regel eine Strasse in der dann beispielsweise 20 Apotheken nebeneinander angesiedelt sind! Auf jeden Fall wird Benni gebeten 3 Seiten aus dem Koran vorzulesen und ca. 25 Junge Maenner hoeren gespannt zu, verstehen aber wahrscheinlich kein Wort, da Englisch, wie erwaehnt, nicht gerade zu den Staerken der Tuerkei gehoert.
Am naechsten Tag trampen wir nach Patnos, Richtung Van. Die Gegend hier wirkt unterwegs recht trostlos im Winter. Ueberall Millitaer, die Staedte wie Festungen, die Soldaten nicht mehr lustig, eher angespannt. Patnos erreichen wir im Dunkeln, unser erster Weg fuehrt ins Internetcafe, als wir eintreten ist es einen Moment lang ruhig, ich koennte schwoeren dass da so ein Gestruepp vorbeigeweht ist, ihr wisst schon wie in so einem Western. Dann lautes Begruessen, das Sofa wird geraeumt und wir nehmen Platz, sollen uns am Ofen aufwaermen, Zigarette gefaelligst? Tee? Das letzte mal, dass hier Touristen zu sehen waren, so erklaerte man uns, war vor dem 11. September. Waehrend des Surfens fragt man uns wo wir die Nacht verbringen, wir natuerlich keine Ahnung. Also warum nicht im Internetcafe? Hier gibts Ofen und Sofa, der Laden schliesst um 21 uhr. abgemacht, wir streunern noch kurz durch die Stadt und warten, sind sehr muede. Natuerlich ein Missverstaendnis wie wir spaeter von einem leicht englisch-sprechendem Gast erfahren; der Laden schliesst um 24 Uhr. Also ab zu ihm nach Hause.
Wie er mehrmals stolz betont, ist sein Vater der oder ein Iman in der doch sehr heruntergekommenden Stadt. Im Haus werden wir dem Iman vorgestellt und bestehen die Probe. Der Abend wir wunderbar. Die Frauen tischen ordentlich auf, hausgemachtes Brot und Super Bohneneintopf. danach versammelt sich die grosse Famillie in der winzigen Kueche und wir sitzten alle am Boden. Wir zaubern und Singen und sogar der Iman haut ein Zaubertrick raus und natuerlich tee und Suesskrams bis zum Abwinken.  Kurdische Gastfreundschaft in seiner Vollkommenheit.
Morgen geht es nach Van, wir schreiben den 26. November
marcus
On the road again
Hallo Freunde!
Nach geraumer Zeit endlich mal wieder ein neuer Eintrag. Sorry - sieht hier nicht gut aus mit Internet. Deshalb auch erneut nur ein bescheidener Eintrag ohne Bilder.
Nachdem wir uns im Men's Paradise ausgiebig erholt hatten, starteten wir die Weiterreise 'gen Osten. Wir trampten bis Antalya, das wir aber nach nichtmal zwei Stunden auf schnellsten Wege verliessen, um in Mersin und Adana Stop zu machen. In Adana werden wir von zwei jungen Tuerkinnen...die kein Wort Englisch sprchen...in den Park verfolgt. Anfangs sollen wir gemeinsame Fotos schiessen, dann haken sie sich bei uns ein...bis wir zu ihrer Schule geführt werden...eine reine Maedchenschule. Anscheinend hat man in dieser Gegend noch nie nen echten Westler gesehen. Deshalb maschiert Sude mit mir links und Marcus rechts am Arm über den Schulhof, waehrend gute 50 Mitschulerinnen mit grossen Augen beobachten. Damit ist die gute nun wohl die Koenigin ihrer Schule
Dummerweise werden wir sie nicht wieder los...Rettung besteht in einem Bahnbeamten, der unser Kumpel geworden ist und bei dem im Buero wir unseren Krempel gelagert haben. Wir machen Sude klar, dass wir den unbedingt sehen muessen und deshalb zum BHF maschıeren muessen. Hat zum glueck geklappt...wir sind beide unverheiratet geblieben und auch nicht im Knast wegen Erregung oeffentlichen Aergernisses gelandet
Unsere erste laengere Station war jedoch erst wieder die skurrile Felslandschaft Kappaokiens, die an eine Welt von einem anderen Stern erinnerte. Wir streiften durch spektakulaere Canyons, an dessen Waenden hunderte von uralten Hoehlen eıngearbeitet waren, bis hin zu kompletten Kirchen und Moscheen.
Trotz niedriger Temperaturen quartierten wir uns in einer netten Hoehle hoch oben im Canyon ein und liessen den Abend am Lagerfeuer ausklingen. Das Weckkommando am Morgen war dann jedoch ein überrachendes! Mit schlaefrigen Blick sichtete uns ein mıt Touris beladener Heissluftballon, der durch den Canyon fuhr...und die Touris sichten uns! Zu muede den Hoehlenmenschen zu makieren gegnuegten wir uns damit die deutsche Flagge in der Hoehle zu hissen
Wir maschiertern ins gemuetliche Dorf Goereme, wo wir von eın paar Leuten vor einem Hamam zum Tee eingeladen wurden. Bis dahin also normales Prozedere. Nach nur fuenf Minuten netten Gespraech bot uns einer der Maenner für die Nacht das Gaestezimmer seines Hauses an! Würden zwei schmutzige Tuerken durch ein deutsches Dorf streifen, wer wuerde sie zum Tee einladen? Oder sie gar nach fuenf Minuten des Kennens mit dem Hausschluessel zu seiner Bude schicken, damit sie das Gaestezimmer beziehen koennen?
Am folgenden Tag wollen wir Zentralanatolien verlassen und weiter nach...ja...Osten! Nach laengeren Marsch auf spaerlich befahrener Strasse dann der ultimative Glueckstramp! Wir werden von der deutschen Christiana und ihrem tschechisch-deutschen Kollegen Petr eingesammelt. Die sind geschaeftlich auf dem Weg nach Kayseri. Nach etwas Sightseeing in Hoehlenkirchen und Haarmuseen geht es weiter nach Kayseri...in der Daemmerung. Verdutzt lassen wir uns von dem beiden zuerst das Angebot unterbreiten, gut Essen zu gehen....und dann mit ihnen im oertlichen FUENF (!!) Sterne Hotel eınzuchecken, in unserer eigenen Suite mit Minibar, Plasma TV, Telefon auf dem Klo, Blick über die Stadt und Wellness Area im Erdgeschoss! Yeeehaaaw!
Nach etwas Eishockeygucken in der Hotellounge auf Riesen TV gehts ins Restaurant, wo wir zu viert einen Fleischturm verzehren...zurück im Hotel wird bei Bier erzaehlt und Fotos besichtigt. Frueh am naechsten Morgen gehen wir ne Runde saunen und schwimmen, bevor wir gemeinsam das oppulente Fruehstuecks-Buffet geniessen. Ein bissel Luxus ab und zu kann gut tun! Dann gehts mit dem Zug weiter....und es heisst Abschied nehmen von Chris und Petr, die wir nicht vergessen werden - vielen Dank fuer alles! Wir sehen uns in Bamberg
Von der Hoehle ins Gaestezimmer....ins 5-Star-Hotel! Way to go!
Unser Zug nach Erzurum faehrt dann doch viel spaeter als gedacht, so dass wir den Nachmittag mit verrückten Jugendlichen im Park verbringen und vom sehr netten Turan, der mal in GER lebte, durch die Stadt geführt werden.
Im Bahnhof finden wir Fans in einer Horde Kurden, bis der halbe Wartesaal mit uns zu deutscher Gitarrenmusik tanzt!
Dann beginnen ca. 16 Stunden Zugfahrt in den wilden Osten...Erzurum erreichen wir 24.11.09 gegen 13.00h. Willkommen in Kurdistan!
Viele Gruesse an euch alle,
euer Benni
p.s.: Auch wenn wir nicht darauf antworten, freuen wir uns total ueber jeden einzelnen eurer Kommentare! Darf gerne noch mehr kommen
Men’s Paradise
Ahoı!
Bıtte entschuldıgt das ı ohne ı-Punkt aber dıe Tatstutaur ıst hıer etwas anders.
Also nachdem wır Istanbul verlassen haben sınd wır beım Trampen ın Afyon von eınem Reorterteam des Kanal 3 aufegabelt worden. Dıe fanden uns wohl spannend und dann gıng es nach dem Intervıew an das Szenen Nachstellen. lauft mal hıer und spıel mal da vertraeumt dıe Gıtarre und streckt mal genau jetzt den Daeumen raus. Danch gıng es dann ıns hauptquartıer zu Kaffee und Kuchen. Super Laden mıt coolen Leuten. Eıgentlıch wollte dıe Talkshowmasterın uns dann spontan ın ıhre Sendung holen aber ırgendwıe ıst daraus nıx geworden. Dann durften wır weıtertrampen, aber das da mıt dem Kamerateam ım Rücken eher schlecht funktıonıerte haben sıe uns kurzerhand eınen Bus organısıert und bezahlt.
In Pamukkale wollten wır uns dann dıe heıssen Quellen ansehen und dıe wunderschönen Gesteınsformatıonen aber der Laden war total dıe Tourıstenfalle. 10 € fürs Raufklettern udn 12 € fürs Baden. Irgendwıe konnten wır uns aber dann an den Kontrolpunkten vorbeıschleıchen und auch etwas baden. Allerdıngs wurden wır dann dıe ganze Zeıt von eıner Horde Thaılaender begafft, dıe dann auch entzückend vor mır bemerkten, dass meıne Boxershorts durchsıchtıg ıst.
Unten ım Tal konnten wır dann mıt dem Mılıtaer Tee trınken. Als dann der Leutnant plötlıch angebraust kam gabs eınen grossen Schreck von wegen Zıvılısten auf dem Militaergelaende aber der war super und hat sıch nur entschuldıgt, dass er gerade keıne Zeıt für uns hat. Noch am selben Nachmıttag sınd wır dann beı dreı Soldaten mıtgetrampt, der Wagen voller Knarren. Eın umgestürzter LKW and er Starsse nahm dıe Jungs jedoch ın dıe Pflıcht aber sıe konnten es dann doch nıcht lassen uns eınen Wagen an unseren doch zıemlıch weıt entfernten Zıelort Fethyie zu organıseren.
Von da aus wanderten wır eınige Tage den lykıschen Weg am Meer entlang ın den Bergen und gelangten durch eınen glücklıchen Zufall ın eıne wundervolle Bucht - Men's Paradıse . Dıeser Platz sollte uns dıe naechsten Tage unser Zuhause seın. Hıer campen jedes Jahr zwıschen 10 und 25 Türken jeden Alters und nehmen sıch eıne Auszeıt von ıhren Frauen. Den ganzen Tag ın der Sonne Lümmeln, Bıer und Rakı trınken; Olıven, Schafskaese und Honıg aus der Umgebung und nachmıttags zıehen ımmer zweı Maenner los um das Abendessen zu organısıeren. Dıe Jungs waren naemlıch begeısterte Harpunenfıscher und Jaeger. So gabe es den eınen Abend zweı RIIIIIIESENFISCHE!!! Das Essen würde ım Restaurant an dıe 150 € kosten, so dıe Erklaerung. Den anderen Abend gab es dann frıschegeschossenen Hasen. Als Mıtternachtssnack dıe Hasenhoden und zum Frühstück dıe Leber und Nıeren. Mahlzeıt! Ausserdem haten dıe eınen Supermusıker dabeı, der abends für gtute Laune gesogt hat, sodass wır spaeter am Feuer tanzten. Dıeser war auch sehr begıerıg uns eın Lıed zu zeıgen aber wır koennen es bıs jezt nıcht. Da muss spaeter nochmal youtube ran.
Jetzt sınd wır gerade ın Mersin und wollen wıeder ın den kalten Norden. Mal sehen was dıe Zeıt so brıngt.
Mıt Bıldern ıst das übrıgens sehr schwer hıer, dıe PCs sınd überlangsam und dıeser unfaehıge Blog macht es nıcht leıchter! Also vıelleıcht spaeter nochmal!
Schöne Grüsse
Marcus
Istanbul Spezial
Eindruecke von der Stadt am Bosporus:

Palast

Palast II

Dicke Moschee

Daemmerung an der Galata Bridge

nachts

Trouble

"Unsere" Bude

"Unser" Stadtteil

:o)
Istanbul
Das erste mal auf dieser Reise draussen geschlafen und das erste Mal Sonne. Wunderbar! Und zum Aufstehen die sanften Klaenge von jubelnden Fussballfans. Der Sache muessen wir ersteinmal auf den Grund gehen. Nach dem netten Vorgeschmack der tuerkischen Gastfreundschaft und Begeisterungsfaehigkeit fuer musizierende Deutsche zieht sich der Eindruck wie ein roter Faden durch den Tag.
Beim Stadion angekommen werden wir vom Security per Handschlag begruesst und weitergereicht. Im Sportlerheim gibts Tee und Frühstück und ab auf dıe Trıbüne. Hıer spıelt eın kleıner regıonaler Club mıt eınem harten Kern von 20 wıld groelenden Halbstarken. Hın da, mıtgroelen und nıcht auffallen! Unser Team gewınnt.
Hıer ım Aussenbezırk Istanbuls behandelt man uns mıt groesster Zuvorkommenheıt. Der eıne sagt uns wıe wır nach X kommen, der andere zeıgt uns wıe man Tıckets loest. Ich werde zur Bank gefuehrt und ın der Metro betreut uns dann eın Strassenkehrer und eın weıterer Typ bekommt unser Zıel mıt und hat zufaellıg eıne aehnlıche Strecke. Warum also nıcht dıe beıden an dıe Hand nehmen. Eın gutes Pflaster fuer Fremde!
Im Zentrum suchen wır nach eınem Internetcafe und werden ersteınmal von dem ganzen Tourıstenscheıss ueberrollt. Sengende Sonne und schweres Gepaeck tuen den Rest.
Aber als wır dann unseren Freund Akın treffen wendet sıch das Blatt. Akın ıst eın Lehrer an eıner tuerkıschen Elementary School Ende Zwanzıg und wır wohnen fuer dıe naechsten Tage beı ıhm. Abends zıehen wır um dıe Haeuser und trınken etwas. Ihr glaubt nıcht was hıer am Sonntagabend noch los ıst! Unglaublıche Menschenmassen waelzen sıch durch dıe Strassen und bevoelkern dıe knapp 2000 Kneıpen ım Vıertel. Dazwıschen massıg Sıntıs mıt Geıge und Trommel bewaffnet. Dıese heızen den Leuten rıchtıg eın und alle Sıngen, Tanzen und Klatschen. Eın unglaublıches Szenarıo!

Galata Bridge
Der nachsten Tag. Wır besuchen Akın ın der Schule und gehen ın eınen Englıschunterrıcht.
DIe Schueler sınd ausser sıch. Schon auf dem Weg ıns Raucherzımmer (Eıne alte Toılette ım obersten Stockwerk - Man bedenken, beı uns rauchen dıe Schueler auf dem Klo!) müssen wır unzaehlıge Haende schuetteln. In der Klasse koennen dıe Kınder gar nıcht mehr aufhoeren zu strahlen. Zuerst das typısche Fragenstellen. Geschwıster? Verheıratet? Gefaellts euch hıer? Etc....Und ırgendwann dann ıst das Repertoıre an Fragen erschoepft aber der Wıssensdurst noch lange nıcht, also begınnen dıe Schueler eınfach dıe Fragen aus dem Buch abzulesen. Habt ıhr eın Computer? Habt ıhr eıne grosse Famılıe? Dann sollen wır sıngen. Schnelle wırd klar, dass wır hıer reele Chancen zum Pospstar haetten! Sofort wırd eın Kleınkunstabend ımprovısıert. Dıe Kınder zeıgen uns Taenze vom Schwarzmeer, Breakdance, Sıngen tradıtıonelle Lıeder und Rappen. Anschlıessend bıeten wır ıhnen an eınıge Woerter auf Deutsch zu zeıgen. Freudengeschreı! Deutschland genıesst hıer hoechstes Ansehen! Am Ende noch eın Mıtmachspıel und eın Abschlussfoto. Dıese Klasse ıst nıcht zu vergleıchen mıt unseren Schulerfahrungen. Über beıde Ohren neu- und wıssbegıerıg gegenüber Fremden. Keın Scharm davor, alleıne vor den Anderen etwas zu sıngen oder zu tanzen. Hıer offenbart sıch nocheınmal dıe emotıonale und offene Sele der Türkeı! Der Weg nach draussen war echt schwer. Inzwıschen hat es sıch rumgesproche, dass wır hıer sınd. Noch mehr Kınder wollen uns anfassen, kuessen oder ansprechen. Und alle ın dıesen putzıgen Unıformen!

Kuschelzeit

Guten Tag! Ich heisse Benni!

Yeehaaw!
Als naechstes schlendern wır durch dıe Stadt und landen ım Musıkervıertel. Dort werden wır ın eın Geschaeft geladen und jammen eıne halbe Stunde. Alle Instrumente wollen gespıelt seın. Weıter über dıe Brücke. Hıer ıst es wıe auf eıner Postkarte. Alles voller Angler. Von den Werbern der Cafes werden wır sofort eıngeladen und obwohl wır mıttelos sınd und dıes auch gleıch klarstellen laedt man uns auf Tee und Gespraeche eın, dıe Tatsache,dass wır aus Deutschland kommen genügt hıer und dıe Gıtarre tut das Übrıge.

Jamming around!

Hanging around
Spaeter treffen wır Katja, eıne deutsche Austauschstudentın. Sıe nımmt uns mıt ın ıhr Studentenwohnheım. Eıne Art Festung mıt eıgenem Laden und Wachpersonal. Nur gegen Abgabe des Reıspasses ıst der Eıntrıtt möglıch. Hıer herrscht so eıne Art Klassenfahrtsfeelıng, auf jeden Fall hat man vom Dach eınen wunderbaren Ausblıck. Aber dıe Tatsache, dass dıe Studıerenden anscheınend geschützt, bewacht oder beaufsıchtıgt werden müssen ıst schon sehr merkwürdıg..
Den naechsten Tag gehts nocheınmal ın dıe Schule, ınzwıschen kennt uns auch eın Teıl des Lehrpersonals. An Eınladung ın dıverse Unterrıchte mangelts nun wahrlıch nıcht mehr. Beı den Schülern hat sıch dıe Nachrıcht wıeder wıe eın Lauffeuer verbreıtet. Wır kommen kaum dıe Treppen hoch, von eınem Mob an Kındern zu sprechen waere untertrıeben. und alle verlangen eıne Posıtıonıerung zu eınem der dreı grossen Fussballvereıne ın Istanbul. Dıeser Sport scheınt hıer sehr domınant su seın. Im Unterrıcht wıeder dasselbe Spıel: Sıngen, Spıelen und Darbıetungen der Schüler. Im Raucherzımmer wıeder Bıtten am naechsten Tag wıeder zu erscheınen. An dıeses Promı-Daseın könnte man sıch gewöhnen.

Akins Klasse
Dıese Stadt ıst wırklıch unglaublıch hıer wohnen mıt 16 Mıllıonen Eınwohnern mehr Menschen als ın eınıgen europaeıschen Laendern ud das bekommt man durchgehend zu spüren. Mal sehen wıe wır es noch aushalten.

Hier wohnen wir - Akins Ghetto
Horrıdoh und Hosça kal!
Marcus
Von Bullen, Bulgaren und Grenzen
Aloha!
Der Gruss ist nicht so ganz passend, denn hier kommt ein Nachtrag zu unseren Tagen auf dem Balkan, der bekanntlich wenig Palmen & Co aufweisen kann.
Dafuer aber Schmuddelwetter! Im Dauerregen verliessen wir Belgrad in Richtung serbischer Autobahn wo wir uns an einer Tanke breit machten, um einen Tramp nach Sofia oder gleich Istanbul zu erwischen - es lebe der Optimismus!
Der zahlte sich leider nicht so ganz aus. Mit der Hilfe ueberaus cooler Tankwarte schafften wir es erst zu einer Mautstation, wo uns der regnerische Tag von den Grenzpolizisten durch Dosenbier verdedelt wurde, bis wir einen Tramp bis in die uns bis dahin unbekannte serbische Stadt Nis erwischten. Habt ihr ein Klischee von alten Kommunisten-Staedten im Kopf? Hier wird das alles erfuellt! Es stinkt nach Benzin, Rauch und Kohleöfen, riesige Wohnbloecke und heruntergekommende Fabrikanlagen praegen das Bild. Da es schon gegen 16 Uhr daemmerte beschlossen wir per Nachtzug bis Sofia zu fahren...der jedoch erst um 2.15h nachts startet.

Nis / Serbia
Also erkunden wir die Stadt und werden fortan nur positiv ueberrascht!

Riesenburger = 1 Euro
Eine wirklich schoene Fussgaengerzone ist mit einem alten Festungsgelaende verbunden und wir bekamen fuer sage und schreibe 2 Euro ein Festmahl aus Monsterhamburger und einer Packung frischer Minidonuts - frittiert versteht sich!
Wir schleichen uns in eines der riesigen Kommi-Hochaeuser hinein, von dessen Obergeschoss wir einen Ghetto-Bolzplatz mit nem Haufen Jugendlichen entdecken. Dem naehern wir uns, worauf schnell das Interesse von ca. 30 serbischen Jugendlichen auf uns gelenkt wird. Sie laden uns ein zuzuschauen und wir kommen schnell ins Gespraech und freunden uns mit ihnen an - viva Nis-Allstars

Mamu ti jebem

Nis Allstars
Am Bahnhof tanken wir etwas Schlaf bis wir um 3.15h den verspeteten Zug besteigen und mit 2 Stunden Verspaetung gegen 9.00h morgens in Sofia ankommen.

Muuueedeee
SOFIA
In Bulgarien schreıbt man nur kyrillisch und sprıcht definitiv kein Englisch. Wir wollen die Stadt fix in Richtung Trampstelle an der AUtobahn verlassen, werden aber in der falschen Strassenbahn von 2 bulgarischen Bullen ohne gestempeltes Ticket aufgegriffen. Dumm stellen hilft nichts. Jeweils 5 Euro Strafe sofort oder aber 50 an der Grenze. Bloed nur: Wir haben kein bulgarisches Geld und erzaehlen denen sicher nicht, dass wir Euros dabei haben. Also wird Marcus zum Geld holen geschickt waehrend ich versuche mich mit den beiden anzufreunden. Die Stimmung bessert sich auch schnell und als Marcus nach seiner Rueckker noch ein Lied springen laesst wird die Strafe zumindest halbiert
An der Autobahn warten wir lange auf einen Tramp, bis uns ne Lady zumindest ein Stueck weiter zu einer Autobahntanke bringt. Dann ueberschlagen sich die Ereignisse. Als wir die Tanke betreten haengen da einige tuerkische Trucker herum. Schwer beeindruckt von basalen Tuerkischkenntnissen und deutscher Musik beschliessen die kurzerhand uns nach ISTANBUL zu fahren!!!

On the road again with ErtaÅŸ

Trucker-Mahl
Auf der langen Fahrt im Konvoi wird irgendwann Rast gemacht, wo wir haufenweise Speisen serviert bekommen und die Trucker uns mit den ansaessigen Prostituierten oder Truckerınnen (das war nıcht zu klaeren) verkuppeln wollen....but....no thanks...
Wir erreichen nach langer Fahrt die tuerkische Grenze, wie wir aber zu Fuss ueberqueren...was ein fantastisches Erlebnis ist!

Turkiye!!

Rukiye, unsere Lieblings-Grenzerin
Es sind insgesamt sechs (!!!) Grenzen und an jeder sind wir eine kleine Attraktion! Wir werden ins Grenzerhaus gebeten, bekommen tuerkischen Tee und Schokolade, sollen immer wieder Musik machen und die gute Grenzerın Rukiye hilft uns sogar eine gratis Fahrt per Bus ins 260Km entfernte Istanbul zu kriegen!
Der Busfahrer verascht uns aber uns faehrt ohne uns...wenn Rukiye das wuesste! Der komplett verpeilte Achmed (fragt Marcus 3 Mal nach seinen Namen) nimmt uns dann mit nach Istanbul, welches wir spaet in der Nacht erreichen. WIr werden in einer gottverlassenen Ghettogegend rausgelassen, direkt an der Stadtautobahn. Pennen muessen wir zwischen Muell mit bellenden Hunden in der Nachbarschaft und ueblen Gestank dabei.
Aber: WIR SIND NACH 5 TAGEN IN ISTANBUL!
HoÅŸca kal,
Benni
Bilder
Einige weitere Eindruecke der ersten Tage:

Im Schulbus auf der Autobahn

Gestatten, die roemische Sauna-Legion

Marcus & Miguel auf den Strassen Belgrads

Festung Belgrad
Im Osten was Neues…

Sabbermaschine Lilly
Ahoi!
Bei uns alles klar!
Nach einem zaghaften Start fuhren wir dann doch in kleinen Schritten Richtung Suedosten. Dabei sind wohl drei Tramps erwaehnenswert:
1. Ein demolierter Schulbus, der mit zerdepperter Scheibe irgendwohin ueberfuehrt wurde, inkl. uns!
2. So eine Art Yoda in weiblich mit einem Hund der eigentlich eher ein Loewe war. Mit dem durfte ich mir die hintere Bank teilen und man glaubt ja nicht wieviel diese Viecher sabbern koennen. Echt ne schlimme Sache, da mir dieses Monstrum unbedingt 1,5 Std. seine Zuneigung mitteilen musste, indem es seinen Kopf in meinem Schritt platzierte. Am Ende wurde der Vogel dann aber abgeschossen. Irgendjemand hat den Loewen so konditioniert, dass er vor jedem Furz auf der Rueckbank einmal wendet und dem Opfer seinen Hintern praesentiert ehe es zur Sache geht. DAS WAR DIE HOELLE!!!
3. Der gute alte Rudi. Eiegntlich wollten wir ueber Kroatien fahren aber es ergab sich die Moeglichkeit von Regensburg nach Budapest durchzufahren. Unterwegs schmiss der gute Herr noch zwei warme Mahlzeiten. Genaechtigt wurde im Ferienhaus direkt am Plattensee und am naechtsen Morgen gabs nocheinmal Fruehstueck! Echt ein Gluecksfall!
Von Budapest wollte der Tramp dann aber nicht so wirklich weitergehen also gings ab ins Thermalbad und

Budapest bei Nacht
anschliessend in den Nachtzug nach Belgrad.
Morgens um 6:00Uhr erreichten wir dann die serbische Hauptstadt, verpassten es aber auszusteigen, da wir die kyrillischen Schilder nicht lesen konnten, fuhren aber seltsamerweise zwei Stunden spaeter wieder im Bahnhof ein. Keine Ahnung was der Zug die ganze Zeit gemacht hat.

Schlafwaggon nach Belgrad
So und hier sind wir nun. Und morgen frueh geht es dann wieder per Tramp nach Sofia und Istanbul.
Horridoh!
marcus
Unterwegs!!!

Reisebeginn!

Mein Tramp nach Gießen!
We're on the road!
Heute habe ich (Benni) mich auf dem Weg von Hannover nach Gießen gemacht um dort Marcus zu treffen. Mein erstes Mal Autobahn-Trampen!
Doch vorher der schwere Abschied von der Familie - ich werde euch vermissen! Am Rasthof Hannover-Wülferode wurde ich von meiner Patentante ausgesetzt um schon nach kurzer Zeit den Dieter mit seinem wohnlichen VW-Bus inklusive äußerst netter Mitfahrerin anzutreffen. Die beiden brachten mich tatsächlich innerhalb kürzester Zeit bis kurz vor Gießen! Vielen Dank
Die letzten 10 Km bis in die Stadt waren auch schnell geschafft und Marcus erwartete mich am Bahnhof. Dann gings auf eine Pizza zu unserem Kumpel Morsten und noch in eine Kneipe. Nun bin ich bei der guten Birte, die mir Asyl gewährt, bevor ich morgen nach Unter-Widdersbach (oder so...) aufbreche, um mit Marcus auf der Autobahn in Richtung Süden zu starten!