Von Marcus, Benni und der weiten Welt

8Feb/100

Wie helfe ich einer Hilfsorganisation….

Alle wege fuehren nach Rom, ausser in Kambodscha, da fuehrt alles nach Pnohm Penh. So kam ich nicht drum herum, zumindest einen kurzen Blick auf die Hauptsadt zu werfen. Kaum angekommen holte mich allerdings eine kleine Lebensmittelvergiftung ein und ich verschlief nahezu zwei Tage in einem Hostel. Ist echt eine seltsame Stadt. Keine oeffentlichen Verkehrmittel, nur Motorradtaxis und Unmengen von Tuk Tuks. Ausserdem will jeder dir Gras verkaufen oder dich ueberreden auf eine Shootingfarm zu fahren. Da kann man dann rumballern und fuer 200$ eine Kuh mit einer Panzerfaust abknallen oder wer es richtig derbe mag, der kann mit einem Motorrad ueber ein Minenfeld brettern, denn wenn man mit 175kmh darueber jagdt explodieren die Minen hinter und nicht unter einem. Alles ziemlich verrueckt! Aber troztdem eine hoechst angenehme Atmosphaere, denn die Menschen sind hier hoechst freundlich!

---Sunflower Orphan Centre---

Eher zufaellig entdeckte ich den kleinen Aushang eines Waisenhauses fuer Kinder mit HIV und AIDS. Besucher jederzeit willkommen, man wird sogar umsonst abgeholt. Ich mache schnellstens einen Termin fuer den naechsten Morgen aber der Fahrer erscheint nicht. Wiederwillig fahre ich mit dem Taxi zum Waisenhaus um mal ein ernstes Woertchen mit den Typen zu wechseln, mich da einfach so zu versetzten... Die beteuern allerdings, dass man ihnen an der Rezeption versicherte ich schliefe noch, weil ich mich am Vorabend krass betrunken haette. Die Masche ist diese, man versucht um alles in der Welt die Touristen im Touri-Ghetto zu halten, damit das Geld dort ausgegene wird. Wie dem auch sei. Vorort erwarten mich 17 froehliche Kinder, die seit 8 jahren wie eine Familie zusammenleben. Das ganze Projekt lauef ueber vier Freiwillige aus Kambodscha. Seit einem Jahr gibt es allerdinsg erhebliche Probleme, da ein grosser Dauerspender aus Japan abgesprungen ist und so fehlen 500$ im Monat. Daher muessen die beiden Hauptverantwortlichen, Sary und Len, jeden tag mit eienr hand voll Kindern, nach der Schule auf die Strasse um Spenden einzutreiben, allerdinsg hoechst unerfolgreich, denn gegen die professionellen Bettelkinder sehen die kein Land. ich beschliesse vorerst zu bleiben und ziehe fuer einieg Tage ins Waisenhaus. Die folgenden Nachmittage stehe ich vorm Nationalmuseum und labber den Touristen das Geld aus der Tasche. Hat ganz schoe Spass gemacht und waehrend meiner Anwesenheit, gesellen sich noche eineg weitere Reisende zu uns und helfen mit. Die ganze Sache kommt langsam ins Rollen. Nach vier Tagen haben wir 498$ eingenommen + 100 kilo Reis und einige weitere Sachspenden von Besuchern. Wenn westlich ausehende Menschen nach Spenden fragen ist es schon etwas ganz anderes, ploetzlich bleiben die Leute stehen und sind bereit sich die Sachlage erklaeren zu lassen. Die Glaubwuerdigkeit steigt! Sehr interessant war auch, dass die ganzen anderen "Bettler", also Buch- und Wasserverkauefer, Kinder und Menschen mit Behinderung mich ploetzlich nicht mehr als Touristen, sondern als einer von ihnen betrachteten. Die Tuk Tuk- Fahrer fingen an mich zu umarmen, alle gruessten mich, die Kinder spielten mit mir und mancher erzaehlte mir seine Geschichte. Da war zum Beispiel das Maedchen, das aussah, als wuerde es seit Jahren auf der Strasse leben, das aber eigentlich Vormittags in die Uni geht und Nachmittags Wasser verkauft um sich zu finanzieren. Nach vier Tagen war auf jeden Fall ersteinmal alles in trockenen Tuechern und ich goennte mir ein paar Tage Urlaub.

www.sunflowerorphanage.org/

(Falls irgendjemand mal zufaellig in Kambodscha reisen sollte, unbedingt das Waisenhaus besuchen!!!)

Battambang und Angkor Wat

Zusammen mit Falk, einem Reisenden aus Frankfurt, der dem Waisnehaus ebenfalls seit Neustem unter die Arme griff, fuhr ich nach Battambang. Eigentlich die zweitgroesste Stadt im Land, in echt aber eher so ein kleines verschlafenes Nest wie sie hier ueberall zu finden sind. Hier besuchten wir Kayne, einen Bekannten, der hier ebenfalls in einem Waisenhaus arbeitet. Die meiste Zeit mieteten wir uns allerdings Motorraeder und fuhren quer und ohne Ziel durchs Umland. Wirklich wunderbar. Jeder winkte uns zu und einmal preschten wir zufaellig in eine Hochzeit. Um 15:00 Uhr waren alle schon so besoffen und am tanzen, dass es gar kein Problem war dort Fuss zu fassen. Nach jeden Foto ernteten wir 200 "Thank you"s und ich glaube eine Dame hat mir ein obzoenes Angebot gemacht.

Am letzten Tag auf dem Rueckweg gabs dann allerdinsg Probleme. Mitten waherend des Fahrens ging der Motor aus und sprang auch nicht mehr an. Und das im absoluten Nirgendwo. Gluecklicherweise lebte in einem der wenigen Haueser ein Hobbymechaniker, der es schaffte nach einer Stunde meine Maschine wieder zum Laufen zu bringen. Vorsichtig machten wir un sauf den Rueckweg, im Gedanken stritt ich schon mit dem Besitzer des Motorrads um den Preis fuer die Reperatur, den man ist hier nicht versichert. Zwei Tage zuvor hatte Kayne sich mit einer Maschine lang gemacht und sollte fuer zwei Kratzer 60$ zahlen ( am Ende 25$). Ein Kratzer! ich hatte einen Motorschaden verursacht! Mein Typ sagte mir ueberaschenderweise nur, dass der Dorfmechniker mich beschissen haette, da ich behauptete, dass ich ihm 5$ bezahlt haette und machte sich mit der Machine einfach aus dem Staub. Meinetwegen okay...

Wenn man schon einemal so Nahe an Angkor Wat dran ist, sollte man es vielleicht auch besuchen. Ausserdem wollte ich heimlich einbrechen und eine Nacht dort verbringen. Die Realitaet sah aber anders aus. Ich war mal wieder krank und konnte mich kaum auf den Beinen halten( das wird langsam zur Regel hier), alles voller Touristen und 20$ Eintritt. Als wir dann gerade gehen wollten verschwanden aber auch die Ticketkontrolleure und so huschten wir doch noch schnell hinein. In Windeseile lief ich den Securitys in den Ruecken und erforschte die verbotenen Bereiche des Tempels. Bis zum obersten Turm habe ichs geschafft, bis mich dann beim Runterklettern eine Patroullie einfing. Gluecklicherweise kam ich ungeschoren davon. Am naechsten Tag reisten wir sofort wieder ab. Obwohl man hier Ewigkeiten verbingen koennte, weil die ganze Landschaft mit praehistorischen Bauten uebersaeht ist, hielten uns doch keine zehn Pferde in dieser Touristenfalle.

Zurueck in Battambang liefen mir dann so ganz zufaellig zwei bekannte Pfadfinder aus Berlin ueber den Weg. Die Welt ist klein. Darauf ersteinmal ein Bier und zufaellig hatte die Kneipe eine alte Gitarre und so traellerten wir zusammen den Abend lang unsere alten Lieder. Wirklich wunderbar nach solanger Zeit!

Phnom Penh II - Abschied und Hochzeit

Sary und Len hatten uns zum Dank eine Party versprochen und so kam es dann auch. Im Waisenhaus fuehrten uns die Kinder traditionelle Taneze vor (u.a. den Affentaz, der war super!) und nach einem Festessen gabs dann Kinderdisco. Alle waren total aus dem Haueschen. Mit der Zeit stroemten auch die Kinder aus der Nachbarschaft hinzu und schon war die Bude voll! Spaeter lernte ich dann einen lustigen Tanz. Man stellt einen Tisch oder so in die Mitte und laueft oder taenzelt dann mit allen Leuten langsam im Kreis, dabei fuchtelt man mit den Haenden und kann sich auch etwas unterhalten. Das ging sicher 1,5 Std so. Ziemlich lustig!

Am naechsten Tag hiess es dann Abschied nehmen. Natuerlich hatten die Kinder sich gut an mich gewoehnt und ich noch vielmehr an sie und so trennten sich schwereen Herzens unsere Wege. zuvor wurde ich aber noch schnell zu einem Fotografen kutschiert, der noble Passbilder von mir machte, den als Dank gab es noch ein Zertifikat fuer die Unterstuezung. Am naeschten Tag ging mein Bus nach Norden und ich musste daher frueh aufstehen. Das Waisenhaus liegt allerdinsg 10km ausserhalb. Und so verbrachte ich meine letzte Nacht nocheinmal in Phnom Penh.

Glueckicherweise hat Barrie, eine Amerikanerin, die in eienr Mikrokreditbank arbeitet mir angeboten mich zu einer Hochzeit eines Kollegen mitzunehmen. Ihr glaubt nich was die hier fuer einen Aufwand betreiben! Die Frauen sehen aus wie Cinderellas und die Anzahl der Gaeste geht manchmal bis in den vierstelligen Bereich! Diese Hochzeit beschrankte sich alleridngs auch ca. 400 Gaeste und einen total verwirrten Auslaender. Alle in ihren besten Klamotten, ich in Schlabberhose, dreckigem T-Shirt und Sandalen. Troztdem gab es einen Menge Lob fuer mein cooles Outfit. Viel wichtiger, es gab eine Menge zu Essen. Neben gebratener Ente war die Currysuppe mit den Riesengarnelen mein persoenlicher Hoehepunkt. Lustigerweise hoerten die Leute an unserem Tisch immer auf von etwas zu essen, wenn sie bemerkten, das Barrie und ich daran gefallen gefunden hatten. Das nenne ich Gastfreundschaft! Komischerweise fand ich mich spaeter bei der Zeremonie in der ersten Reihe wieder, genau vorm Hochzeitskuchen und als der Braeutigam dann gerade dabei war, die Braut mit Kuchen zu fuettern, bemerkte ich, dass er zwischendurch immer zu mir rueberschielte...in diesem entscheidenden Moment... Verrueckt! Die meisten interessierten sich uebrigens gar nicht fuer die Zeremone sondern betranken sich hemmungslos. War auch viel lustiger und Hochzeiten gibts heir wie Sand am Meer, das scheint abzustumpfen! Danach gabs dann wieder den lustigen Kreistanz und ein riesiger Poebel rotierte um den Kuchentisch.

Am naechsten Morgen, also heute gings los. Ich hatte mich mit dem Daenen August verabredet. Wie mein kleiner Bruder hat er mit 17 jahren seine Weltreise begonnen, das war mir natuerlich sympathisch. Nach einigem Hin und her haben wir uns dann auch in Kampong Son gefunden und gerade jetzt schlaendert er ueber den Markt waehrend ich im Internetcafe schwitze. Fuer Morgen haben wir einen coolen Plan!

Kinderdisco

Kinderdisco

Nachbarkinderzu bereichern unser Fest

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Gruppenfoto mit den frisch gekauften Kleidern

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Rechts Vichet und den anderen Namen konnte ich mir nie merken

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Auf der Dorfhochzeit waehrend der Motorrad-Exkursion

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Nackte Indianerkinder auf dem Land..sahen zumindest so aus!

Nackte Indianerkinder auf dem Land..sahen zumindest so aus!

Mein erster Motorradtrip

Mein erster Motorradtrip

Angkor Wat, das groesste religioese Bauwerk der Welt

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Mehr davon

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Buddah mit Gewand

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Riesenbuddah in Battambangs Umland

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Besuch der Krokodilfarm

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Kuk Klux Klan - Waescherei

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Eine Tankstelle wie es sie hier an jeder Strassenecke gibt

Eine Tankstelle wie es sie hier an jeder Strassenecke gibt

Abschiedsgruss von den Waisen...

Abschiedsgruss von den Waisen...

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5Feb/101

Zwischen Wildnis und Kultur im Norden Thailands

VORWORT:

Aufgrund persoenlicher Dusselligkeit gibt es vorerst keine Bilder von mir im Blog, da sich meine Kamera von mir getrennt hat. Sollte jemand auf der Ladeflaeche eines thailaendischen Pick Ups eine Casio Kamera in schwarzen Case finden - bitte umgehend melden!

Dschungel und Berge

Nach der schoenen Zeit in Bangkok hatte ich erstmal genung von Stadt. So stieg ich in den guenstigen Nachtzug von Bangkok in die noerdliche Metropole Chiang Mai, in der Hoffnung ein wenig Schlaf mitnehmen zu koennen. Diese Hoffnung wurde uebererfuellt! Nach Einbruch der Dunkelheit ging das Zugpersonal durch das Abteil und nach viel Geschiebe, Geklappe und Geschraube hat sich der Wagen in ein Abteil voller bequemer Kojen verwandelt! Niemals haette ich gedacht fuer knappe 10 Euro eine ca. sechzehnstuendige Zugfahrt in einem Schlafzug zu verbringen!

So kam ich gut erholt in aller Fruehe in Chiang Mai an, das sich sofort erheblich relaxter als Bangkok anfuehlte. Dennoch stand meine Plan fest, die Stadt gleich wieder zu verlassen.

Im unheimlich klapprigen Local-Bus mit maximal 15 cm Beinfreiheit zum naechsten Sitz ging es in die Berge, in Richtung Pai. Die Distanz von vielleicht 150 KM benoetigte stolze 4-5 Stunden um ueberwunden zu werden - kein Wunder! Es ging hoch hinaus bis hin zu 2000m und die Kurven liessen sich nicht mehr zaehlen, meine Knie wissen am besten was gemeint ist!

Pai sollte eine alte Hippie-Zuflucht sein, verschlafen und mit vergangenen Flair der sechziger Jahre. Vergangen war der Flair (leider!) wirklich. Das Doerfchen hat sich in Sachen Tourismus anscheinend rasant entwickelt, so dass die Strassen voller Touris waren. Ich fluechtete mich also aus dem Dorf und schlug mein Zelt am Fluss auf.

Am folgenden Tag setzte ich die Flucht in den Dschungel fort. Entlang eines kleinen Flusses schlug ich mich einige Stunden durch immer spartanischer werdende Pfade, ueberquerte den Fluss unzaehlige Male um weiterzukommen bis ich gut durchnaesst war und musste schliesslich einsehen, dass hier kaum ein Weiterkommen war - vor allem nicht mit meinem Gepaeck. Also musste ich den Plan, einige Naechte an einem Wasserfall (der da irgendwo kommen musste!) zu verbringen, wieder verwerfen. Ich eilte zurueck um vor Einbruch der Dunkelheit wieder im Dorf zu sein und traf dabei auf den netten Spanier Sandro, der genauso aufgegeben hatte. Er ueberzeugte mich mit in die Bambushuettensiedlung am Flussufer zu kommen, wo ich eine Unterkunft fuer knappe 3 Euro pro Nacht bekam und mich ganz gut damit abfinden konnte, in Pai Fruchtshakes und Nudelgerichte gegen die Enttaeuschung zu konsumieren :-)

Am Abend lernte ich die halb-thai / halb-Japanerin Miko kennen, mit der ich fuer den naechsten Tag einen Motoradausflug ueber die brisanten Pisten plante. Fuer etwas mehr als 2 Euro bekam ich einen suessen Scooter fuer 24h und nach einigen Spritztouren fuehlte ich mich wie Easy Rider!

Mittels provisorischer Karte erkundete ich also mit Miko auf dem "Ruecksitz" am naechsten Tag tolle Wasserfaelle, Canyons, alte Eisenbahnbruecken, wir stiessen auf Elefanten, die ein Armdruecken klar fuer sich entscheiden konnten und beobachten den Sonnenuntergang von einem Bergtempel aus - wie gerne haette ich einige Fotos beigesteuert!

Am folgenden Morgen ging es fuer mich weiter, ohne genau zu wissen wohin. Ich traf die mir schon bekannte Oesterreicherin Ananda, die sehr ueberzeugend von einem tollen, in den Bergen gelegenden Guesthouse nahe einiger spektakulaerer Hoehlen berichtete - klingt gut, da sind wa' dabei!

Tatsaechlich war das abgelegende Haus mit vielen kleinen Holzhuetten am Berghang ein Ort von vollkommender Stille und Dschungel-Flair - echt erholsam nach dem geschaeftigen Pai. Da die Preise nicht so vollkommen waren, bezog ich mit Moskitonetz einfach die Veranda von Andandas Bungalow, um so den naechtlichen Dschungel in allen seinen (besonders akustischen.....) Facetten geniessen zu koennen. Von dem Haus aus konnte man endlich mal recht frei Wanderpfaden folgen (was ich auch tat!), die zu Doerfern der Bergstaemme fuehrten oder zu den zahlreichen Hoehlen. Die groesste dieser Hoehlen erkundeten wir mit einer Thai als Fuehrerin zu Fuss und per Bambusfloss am Abend. Die Hoehle war gute 1,5 KM lang und am Ausgang ereignete sich taeglich bei Daemmerung ein spektakulaeres Schauspiel: Waehrend Millionen von Schwalben einflogen um dort zu naechtigen, taten hunderttausende von Fledermaeusen das Gegenteil!

Es fiel schon etwas schwer den Ort nach zwei Naechten zu verlassen, nicht zuletzt wegen der interessanten und netten Menschen, die dort anzutreffen waren. Doch es ging weiter nach Mae Hong Son und von dort am folgenden Tag wieder nach Chiang Mai - dieses Mal mit Plaenen im Gepaeck.

Koerperkontakt und Citylife

In Chiang Mai sollte ich naemlich wieder zur Schule gehen!

Ich habe zwischenzeitlich die Bestaetigung von einer der renommiertesten Schulen fuer traditionelle Thai Massage (Northern Style) als Heilkunst erhalten, dort fuer das Level I angenommen worden zu sein.

Wohnhaft wurde ich im Appartment der sehr netten und interessanten Menschenrechtlerin Tulika, die eine in Holland geborene Inderin ist. Besser als jede Art von Doku versorgte sie mich mit interessantesten Geschichten ueber ihre bisherige Arbeit (z.B. fuer die UN in mehreren Regionen der Welt in Zusammenhang mit Kinderrechten) und die aktuelle (Projekt mit Bezug zu der Situation von Zwangsarbeitern in Burma). Die studierte Juristin (international Law) ist ein Musterbeispiel fuer gelebten Idealismus und Selbstlosigkeit! In einigen Jahren, wenn sie an noch mehr Konferenzen in Harvard, New York etc. teilgenommen hat und ihr Buch veroeffentlich ist, werde ich mir nachtraeglich ein Autogramm abholen :-)

Mit ebenso viel Idealismus ging es am fruehen Montagmorgen zur Schule, wo meine, tatsaechlich  nicht einfache, Ausbildung begann. Der englischsprachige Kurs wurde von Teilnehmern aus aller Welt besucht, was das Ganze nochmal viel interessanter machte! Schnell fand ich einige Leute, mit denen ich mich prima verstand und auch die (wenige) Freizeit verbringen konnte.

Denn von 9.00h morgens bis ca. 17.00h nachmittags meditierte ich zum Einstieg, um dann ueber die theoretischen Hintergruende von Thai Massage (Anatomie, Energielinien, Selbstverstaendnis der Heilkunst, Geschichte) zu erfahren, bevor die praktischen Einheiten starteten. Oh man...ich haette vorher nicht gedacht, dass man so viele unterschiedliche Griffe, Positionen und Bewegungen in eine einzige Massage-Session integrieren kann....die dann allerdings auch bis zu 2 Stunden dauern kann.

Im Gegensatz zu westlicher Massage geht es viel mehr darum, den Koerper zu dehnen und gezielt bestimmte Punkte und Linien zu bearbeiten, damit ein Ernegiefluss entsteht, der die Belastungen des Tages verschwinden laesst und den Koerper gleichzeitig entspannt und staerkt. Einige Positionen sind sowohl fuer Klient als auch fuer Masseur hoch anspruchsvoll! Bei Gelegenheit fuehre ich interessante, wie z.B. "The Cowboy rides the horse" vor (NEIN, verwerft alle schmutzigen Gedanken gleich wieder ;-)

Abends machte ich fleissig meine Hausaufgaben, genoss ab und zu die Stadt, die ich ausgiebig per Fahrrad erkunden konnte und ertraenkte mich selbst in koestlichsten Fruchtshakes! Insgesamt schon ein merkwuerdiges Gefuehl, wieder einen strukturierten Tagesablauf zu haben und sogar lernen zu muessen! Am Freitag kam der grosse Moment - das Examen! In einer zweistuendigen praktischen Pruefung musste jeder Student zeigen, dass er eine solide Thai Massage nach gelernten Gesichtspunkten durchfuehren konnte. Trotz teilweise recht schwitziger Haende bestand ich mit 93% und nach der feierlichen Uebergabe der durch das Bildungsministerium Thailands zertifizierten Zeugnisse darf ich mich nun Thai Masseur (wenn auch nur auf Level I...) nennen :-)

Meine Hoffnung ist, dass eine seit Jahrtausenden als Heilkunst bewaehrte Technik wie Thai Massage vielleicht Potential fuer die Arbeit an deutschen Foerderschulen bietet - wo ich die suessen ADHS Kids einfach ins Delirium kneten werden, hehe. Ansonsten koennte damit zumindest ein netter Nebenverdienst rausspringen!

Zusammen mit der Kanadierin Andrea, die ich im Kurs kennengelernt hatte, sollte es nun auf nach Laos gehen! Fuer sie in die Hauptstadt zwecks Visumverlaengerung fuer Thailand - fuer mich...einfach so! Ueber Chiang Rai und Chiang Khong ging es zur Grenze....die ich leider, leider ohne Kamera erreichte. Eine Schande! Schon die Ueberfahrt ueber den gewaltigen Mekong, der die natuerliche Grenze bildet, machte den Schweregrad des Verlusts deutlich!

Zu allen Uebel werde ich aller Wahrscheinlichkeit in Laos keine neue Kamera bekommen. Das Bisschen High-Tech, das es hier gibt ist restlos ueberteuert, da komplett importiert. ich hoffe noch aufs Beste - falls nicht wird es eine bilderloses Laos :-(

Die besten Gruesse aus Luang Prabang (bald sicher mehr aus Laos),

euer Benni

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25Jan/109

Schwimmende Doerfer in Kambodscha

Ahoi!

Nach einigen tagen im Khao Yan Nationalpark mit lustigen Affen und randalierenden Elefanten zog es mich Richtung Osten, nach Kambodscha. Hier erhoffte ich mir mehr Abenteuer, empfand ich Thailand doch als zu durchorganisiert und touristisch erschlossen, zumindest im Sueden.

Kambodscha jedenfalls ist das genaue Gegenteil! Alles ist total durcheinander hier und die Menschen freuen sich noch wirklich ueber Fremde. Jeder gruesst und das Essen ist unglaublich billig. Vor deinen Augen schaben die hier an jeder Strassenecke Eisbloecke zu Crushed-Ice und versehen es mit roten Bohnen, Zucker und Sirup. Das Produkt ist ein unglaublich leckerer Eisshake fuer 7 Cent.

Gleich zu Beginn traff ich den Chef des CSCN, das Cambodian Children Safe Network. Lustiger typ. Die Nacht verbringe ich im Hauptquatier in Pursat, die Anreise erfolgt im Taxi. Gleich drei Dinge sind hier neu fuer mich.

Erstens: vorne sitzten ist teuerer.

Zweitens: ja, man kann mit 8 Leuten in einem Fuenfsitzer fahren. Vier Vorne, Vier hinten. Diese Taxis sind billiger als der Bus.

Drittens: scheint kein Problem zu sein bei Rechtverkehr den Fahrersitz rechts zu haben.

Wie dem auch sei, es folgt eine Einladung zum  Kinderheim im Sueden, dass ich vielleicht die naechsten Tage besuchen werde um Englisch zu unterrichten und  viel wichtiger, der gute Tipp, dass hier in 30 km Entfernung gerade ein schwimmendes Dorf vor Anker liegt.

Als ich neugierig der Strasse Richtung Tonle Sap See folgte, war ich doch sehr ueberrascht, dass sie ploetzlich im Wasser endete. Ich dachte ich koennte von hier aus bequem eines der beruehmten schwimmenden Doerfer besuchen aber die Hausboote lagen schon eineige hundert Meter weit weg vom Ufer. Also musste ich doch ein kleines Boot mit Fahrer mieten.  Im Boot sitzend gruessen mich die Leute freundlich aus ihren “hauesern”, doch so richtig wohl fuehle ich mich nicht, das Ganze hat etwas von einem Besuch im Zoo. Dann der entscheidende Moment; ein paar Maenner sitzen gerade zusammen und scheinen auf irgendetwas anzustossen. Als sie mich erblicken winken sie mich her, ich ordere sofort den Kurswechsel an und springe ueber die Reeling. Englisch…Nix da! Aber zum Trinken ist das auch nicht noetig. Die Jungs geben mir zu verstehen, dass ich noch einen Schnaps (serviert aus einen Plastikeimer, abgefuellt aus einer Plastiktuete) mittrinken soll aber mein Fahrer will zurueck. Kurzer Wortwechsel und man gibt mir zu verstehen, dass ich gerne hierbleiben kann. Im naechsten Augenblick jagd mein Boot in den Gassen davon. Da bin ich nun, alleine, mitten auf dem Tonle Sap See. Die Gitarre musste ich zerbrochen vor 2 Wochen auf einer Insel zuruecklasssen und so versetzte ich die Runde mit einiegn billigen Zaubertricks in Staunen und kassiere kurze Zeit spaeter eine Einladung zum Essen .

Das Dorf vom Kirchdach aus gesehen

Das Dorf vom Kirchdach aus gesehen

Hier leben 5 Menschen drin!

Hier leben 5 Menschen drin!

Da habe ich zwar mitgespielt und auch gewonnen, die Regeln kapiere ich aber bis jetzt nicht!

Da habe ich zwar mitgespielt und auch gewonnen, die Regeln kapiere ich aber bis jetzt nicht!

Kraeftemessen! Die waren so begeistert von meiner hellen Haut!

Kraeftemessen! Die waren so begeistert von meiner hellen Haut!

Es gibt Gans. Vielleicht war das der Grund, dass man sich um 15 Uhr gnadenlos betrinkt. Also alle in ein Schiffchen und drei Ecken weiter, zum naechsten Hausboot.  Dort wird dann aufgetischt und weitergezecht, bis ich muede und betrunken in eine Haengematte sinke, allerdings nicht ohne die ganze Zaubershow nocheinmal vor der Familie vorzufuehren und als Dank die Gedaerme extra serviert zu bekommen.  Irgendwann weckt man mich auf und faehrt mich zur schwimmenden Kirche mit angekoppeltem Schulgebauede. Dort gewaehrt man mir Asyl und endlich treffe ich den einzigen englischsprechenden Menschen in dem ganzen 7000 Seelen Dorf. Ich bekome sogar meinen eigenen Raum, die Schulbuecherei. Die besteht allerdings nur aus ein paar alten Zeitschriften und wird daher sowieso nie ganutzt. Den naechsten Tag verbringe ich damit das Dorf zu erkunden. Das ist allerdings gar nicht so einfach, da man ohne Boot hier naemlich nirgends hinkommt. Eigentlich ist es hier wie ueberall: Laeden, Schule Kirche, Handyshops, Gemeinschaftsplatz, Schweine und Huehner, Tankstellen und natuerlich die Wohnhaueser…nur halt alles schwimmend. Ohne Boot geht also nix und bei dem Verkehr hier traue ich mir auch nicht unbedingt zu alleine rumzufahren aber das ist auch gar nicht noetig, da erstens die Kinder grosse Freude daran habe mich rumzukutschieren und zweitens um die Schulkirche ( das groesste Schiff) herum genug los ist. Morgens habe ich die wunderbare Gelegenheit, das Schulbusschiff ankommen zu sehen und wie ueberall gibt es ersteinmal riesigen Krawall. Die Kinder rennen umher und pruegeln sich, lachen und spielen miteinander. Ausserdem kommt sofort ein Imbissboot angefahren. Aehnlich wie der Eismann einst bei uns, passt er genau den Schulbeginn und die Pausen ab um die Kinder mit seinen Leckereien zu verfuehren Der beste Kunde bin allerdings ich.Beim Umrunden der Schule werde ich zweimal zum Essen, Schnaps und Tee eingeladen und benoetige daher ueber 3 Stunden dafuer. Ausserdem hat  es sich bereits rumgesprochen, dass ich heir bin und so stroemen Kinder herbei und wir spielen fangen, Wretsling und Fussball auf einem geraumigen Floss.

Muellproblem?

Muellproblem?

schwimmende Schweinefarm

schwimmende Schweinefarm

Die Haengematte-das wichtigste Einrichtungsstueck!

Die Haengematte-das wichtigste Einrichtungsstueck!

Ueberall schwimmende Haendler und Imbissboote

Ueberall schwimmende Haendler und Imbissboote

Beim Besuchen der Familien bekam ich nun auch einen genaueren Einblick in den Aufbau so eines Hausbootes.  Gepinkelt wird ueber die nicht vorhandene Reeling. Die Frauen bedienen sich einer Luke im Inneren des Hausbootes, mitten auf die Fische . Unter den Booten ist naemlcih eine Netzkonstruktion angebracht, in der ne Menge dicker Fische rumtauchen. ich weiss nicht, ob das eine geschickte Konstruktion ist um Fische zu fangen, dass sie also rein aber nicht raus koenne oder ob das so eine Art Vorratskammer sein soll. Auf jeden fall wird da raufgepinkelt. Generll schmeisst man hier alles einfach ueber Bord. Kippen, Muell, abwaschwaaser und Essensreste. Wenn das Wasserzu doll stinkt, dann fahert man einfach weiter.

Abends habe ich die Gelegenheit Englisch zu unterrichten. Eigentlich unterrichte ich nur die richtige Betonung. Die Aussprache hier ist wirklich unverstanendlich. Am naechsten Morgen kommen die Boote in Bewegung, es ist wieder mal soweit, das Dorf zieht um, in der Regel 20-30 mal im Jahr. Zeit fuer mich zu gehen. Wirklich eine wunderbare Erfahrung und erschreckend schnell habe ich mich darn gewoehnt, keine Langeweile mehr zu empfinden. Einfach nur dasitzten und rumlungern. Das machen die hier den ganzen Tag. Viel ist auch nicht zu tun, ausser die Nachbarn zu besuchen. Nicht mal Einkaufengehen ist wirklich noetig, da die ganze Zeit kleine Handelsboote rumfahren. Am Ende werde ich noch Zeuge, wie ein Hund auf ein fahrendes Boot springt und die Frau anfaellt, sogleich aber von dem Mann mit dem Paddel runtergefegt wird. Grosses Geschrei und noch ein Hieb  auf den fluechtenden Hund. Ich kann mir das Lachen kaum verkneifen.

ein Kaffee im Cafe

ein Kaffee im Cafe

Bis vor die Haustuer...

Bis vor die Haustuer...

Abwaschwasser ins Wasser!

Abwaschwasser ins Wasser!

Meine Zechkumpanen + Familie

Meine Zechkumpanen + Familie

Nun bin ich Pnohm Peng, der Hauptsatd. Hier ist alles teuer und laut. Ich freue mich auf morgen, da geht es Richtung Sueden.

Ach und ich habe gebratene Ratte gegessen hehe

Schoenste Gruesse!

Marcus

veröffentlicht unter: Allgemein 9 Kommentare
16Jan/107

Thailand

Sa-wat-dee! (Oder so aehnlich...)

So wenig ich bisher von dieser voellig unmoeglichen Sprache gelernt habe, so wenig wurde sich bisher um den Blog gekuemmert.
Nun soll zuerst das eine und spaeter hoffentlich auch das andere Defizit behoben werden!

Wie schon im Emergency Update dargestellt, war unser Sylvester - um es mal auf den Punkt zu bringen - fuer'n Arsch. Mich hatte zu allem Uebel auch noch ein saftiger Anflug von Grippe erwischt, so dass der Flug ein echter Haertetest fuer den Koerper wurde. Wild feiernde Franzosen halfen auch nicht weiter um mich ueber indischen Luftraum partyfreudiger zu stimmen...

Willkommen in den Tropen

Angekommen im hochmodernen Flughafen von Bangkok ging es gesundheitlich zum Glueck wieder leicht aufwaerts, waehrend uns beim Verlassen des Komplexes der erste Eindruck tropischer Luft gleich erstmal ordentlich niederschlug! Wer es kennt, weiss wovon ich spreche - wer nicht kann sich im Tropenhaus des oertlichen Zoos Eindruecke verschaffen.
Bangkok wirkt auf dem ersten Blick gleich so anders, als tuerkische oder iranische Metropolen. Zwar mindestens genauso hektisch, stinkig und laut, aber doch durch die tausenden Pflanzen im Stadtgebiet viel freundlicher.

Nach langen Gesuche fanden wir unsere Couchsurfing Location. Eine junge Thai namens Peak hat das ambitionierte Vorhaben, eine Art Couchsurfing Community Place ins Leben zu rufen, schon zu guten Stuecken in die Tat umgesetzt. Freundlich wurden wir von leicht uebernaechtigen Travellern aus aller Welt in diesem aelteren, schmalen, aber 5 Stockwerke hohen Gebaeude aufgenommen. Prinzipiell ist es eine Art Hostel - nur das man nicht zahlt. Aber eigentlich viel mehr eine grosse, internationale Wohngemeinschaft von haeufig wechselnden, aber sehr interessanten Leuten.
Peak und ihr amerikanischer Freund Ben sind praktisch die Konstanten und Verwalter dieser Oertlichkeit. Dort wird zusammen gekocht, gequatscht, gespasst und geplant - wir hatten 3 ueberaus angenehme Tage in Bangkok, dank dieser tollen Unterkunft.

Bangkoks Strassen

Bangkoks Strassen

Thai Boxen

Thai Boxen

Die Couchsurfing WG, Kuechengeschoss

Die Couchsurfing WG, Kuechengeschoss

Eine echte Wohltat sind die kulinarischen Highlights des Landes. Thailand ist natuerlich beruehmt fuer seine Kueche - aber das auch voellig zurecht! Ein Paradies fuer Freunde von Fisch, Fruechten und Frittierten!

Dort sind dann auch gleich die Plaene fuer die naechste Woche beilaeufig entstanden.

Inselparadies

Zusammen mit zwei deutschen Tischlern, die zuvor in Indonesien gearbeitet haben (Jan & Richard) und einem franzoesisch - kanadischen Paerchen (Nico & Lise), die alle in unserem Alter sind, machten wir uns 'gen Sueden auf um Thailands beruehmte Inselwelt zu erkunden. Doch versuchten wir uns fernzuhalten von den typischen Partylocations ala Phuket, sondern machten uns per Boot auf in einen aus mehreren kleinen Inseln bestehenden Nationalpark namens Ko Surin.
Die doch sehr hohen Erwartungen wurden dadurch enttaeuscht, dass man selbst dort komplett an einen offiziellen Campingplatz gebunden war, die Kosten schnell in die Hoehe stiegen und man sich kaum ins Inselinnere (DICHTER Jungle) bewegen konnte.
Dem gegenueber standen jedoch eindrucksvolle Pluspunkte - eigentlich reduzierbar auf den Fakt einer wundervollen, paradisischen Inselwelt mit ausgedehnten Korallenriffen.

Ankunft auf Ko Surin

Ankunft auf Ko Surin

Langboote

Langboote

Unser Strand

Unser Strand

Nice :-)

Nice :-)

So verbrachten wir die Tage mit dem Erkunden der Insel, aber noch mehr der Gewaesser um diese herum! Wir schnorchelten entweder vom Land oder von Booten aus und erlebten eine fantastische Unterwasserwelt mit einer Artenvielfalt vom beruehmten Nemo-Anemonenfisch bis hin zu Haien und Muraenen! Durch den Jungle, an der Kueste entlang und letztlich schwimmend mit leichten Gepaeck erkundeten wir auch die voellig untouristische Suedinsel, wo sogenannte Moken (See-Zigeuner), Ueberlebende des Tsunamis, in einem neu aufgebauten Dorf leben.
Abends wurde meist gemeinsam Karten gespielt und sich vom Tage erholt. Auf der Insel erlebten wir auch unsere ersten echten Monsumschauer, die uns gleich mehrmals voll erwischten. Bei den Temperaturen findet man aber sogar daran eher was Positives...

Huhu!

Huhu!

Unterwasserakrobatik

Unterwasserakrobatik

Blick vom Jungle auf den Strand

Blick vom Jungle auf den Strand

Paradies

Paradies

Aerger im Paradies (Monsuuuum!)

Aerger im Paradies (Monsuuuun!)

Abendessen im Insellokal

Abendessen im Insellokal

Lise, Nico, Benni, Jan, Richard, Marcus

Lise, Nico, Benni, Jan, Richard, Marcus

Das Moken Dorf der Nachbarinsel

Das Moken Dorf der Nachbarinsel

Im Dorf bei den Gypsis

Im Dorf bei den Gypsis

Schatzsuche!

Schatzsuche!

Wer findet Nemo?

Wer findet Nemo?

Mit den Moken unterwegs

Mit den Moken unterwegs

Nach sechs Tagen ging es zurueck aufs Festland und nach einer letzten Nacht in einem kleinen Bambusbungalow am Fluss der Kuestenstadt trennten sich die Wege unserer netten Reisegruppe. Die vier zogen weiter nach Sueden, waehrend wir in gerade mal 15 Stunden die gesamte Distanz bis Bangkok zurueck trampten.
Also waren wir wieder "zuhause" - bei Peak.

Weggabelung

Es sind nun knapp 2,5 Monaten und 24 Stunden jeden Tag gewesen, die wir Seite an Seite verbracht haben, was bisher auch grossartig war.

Nur manchmal liegt die Kunst darin, zu erkennen, wann etwas zu aendern ist, als zu versuchen Dinge zu erhalten wie sie sind. Nach einigen relativ angespannten Tagen kamen wir so zu der Entscheidung, dass ein wenig Distanz von einander gut tun wird. Darueber hinaus schwirren eh unterschiedliche Ideen in unseren Koepfen umher, die so jeder fuer sich eigenstaendig angehen kann.

Waehrend Marcus nach vier Tagen in Bangkok an verschiedenen Orten zum Wandern in einen nahen Nationalpark aufbrach, befinde ich mich noch immer (seit schon 5 Tagen!) in der Traveller WG von Peak, wo ich mich tatsaechlich langsam wie zu hause fuehle. Selbst mir als Grossstadtmuffel offenbart Bangkok langsam seinen Zauber. Diese hektische Supermetropole hat viele teils offen sichtbare, teils verstecke Schokoladenseiten!

Typischer Thai ;-)

Typischer Thai ;-)

Unterwegs zum Markt mit Katja, Peak, Joshua und Ivan

Unterwegs zum Markt mit Katja, Peak, Joshua und Ivan

Wuseliger Obstmarkt

Wuseliger Obstmarkt

Fish-Massage...nichts fuer Kitzelige!!

Fish-Massage...nichts fuer Kitzelige!!

Die Tempelstadt im Abendlicht

Die Tempelstadt im Abendlicht

Aus der Naehe

Aus der Naehe

Eine Augenweide fuer Freunde der Architektur

Eine Augenweide fuer Freunde der Architektur

Am Bootsanleger der 1000 Wassertaxis

Am Bootsanleger der 1000 Wassertaxis

Mit der Dunkelheit startet die evtl. wildeste Partymaschinerie Asiens

Mit der Dunkelheit startet die evtl. wildeste Partymaschinerie Asiens

So war ich eine Nacht auf der beruehmten Party-Backpacker Strasse Khao San Road, wo ein grosses Couchsurfing Community Meeting stattfand, an dem ueber 25 Reisende teilnahmen. Auch bei Peak war zu Beginn der Woche gut was los - zu besten Zeiten lebten wir mit 14 Reisenden unter einem Dach. Mit Katja aus Finnland schaute ich mir beeindruckende Tempel und Palaeste mit mehr Gold als Stein an und liess mir von kleinen Fischen die Fuesse reinigen (Thai Fish Massage), am naechsten Tag ging es auf den beruehmten Wochenendmarkt, wo es alle moegliche Scheisse zu kaufen gibt, dem Nationalsport Thai Boxing wurde beigewohnt und ansonsten wurden diese angenehmen Tage mit gemeinsamen Kochevents (z.B. Deutsch-Russisch-Finnische Nudelvariation mit mir Katja und Ivan), vielen interessanten Gespraechen mit ebenso interessanten Leuten und allerhand Spass dabei verbracht. Wenn es nochmal nach Bangkok geht, was sicher so sein wird, werde ich sicher nicht nach anderen Unterkuenften schauen sondern einfach nach hause gehen :-)

North!

Nach fast schon zu viel Zeit in dieser Stadt wird es morgen endlich weitergehen - und zwar direkt in den hohen, bergigen und von dichtem Jungle bewachsenen Norden des Landes!

Der erste Stopp ist die Kulturhauptstadt des Landes Chiang Mai, die einen ganz besonderen Charme haben soll. Von dort aus will ich jedoch nach Bangkoks Smog erstmal etwas frische Bergulft atmen, bevor ich dort noch haengen bleibe.

Es existieren Plaene! Generell will ich meine Art des Reisens ein wenig aendern, aber dazu ein anderes Mal mehr!

Mit den allerbesten Gruessen aus dem Land der fantastischsten Nahrungsmittel,

Benni

P.s.: In Sachen Blog wird es weiterhin wie bisher laufen, das mal Marcus berichtet und mal ich!

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30Dez/094

Emergency Update vom Tehran Airport:

Nachdem wir den Flughafen gluecklich trotz Rush Hour erreicht hatten (allerdings erst 1 Stunde vor Abflug...ziemlich spaet dran  also...)  machten wir auf dem Endspurt zum Flieger erstmal Bekanntschaft mit der gefuerchteten iranischen Airport Security (regierungstreu aufs Blut). Aufgrund von Taschenmessern im aufgegebenen Gepaeck schickanierte man uns durch extra-Kontrollen, so dass der Flug weg war. 500 Eier!!

Voellig aufgebracht lieferten wir uns kleine Wortgefechte, ohne Aussicht auf Erfolg - und Glueck, keine schlimmeren Konsequenzen bekommen zu haben....

Was nun? Das war neu fuer uns im Iran. Im Buero von Gulf Air erfuhren wir dann zum GLUECK wieder gewohnte Umstaende. Das ganze Team legte sich ins Zeug, um uns umzubuchen, managten einen Erlass von Umbuchungsgebuehr und sorgten sogar dafuer, dass wir beim Zwischenstopp in Bahrain gratis in ein Hotel koennen.

Bilanz: Statt guten 500 Euro Verlust und Daueraufenthalt am Airport fehlen uns nun lediglich das Pfefferspray, eine Saege....und Sylvester, das wir im Flieger verbringen muessen.

Kein wuerdiger Abgang von diesem tollen Land, aber wir sind mit leichten Blessuren davon gekommen.

Bangkok werden wir am Morgen  des 1.1.2010 erreichen...Happy New Year im Voraus euch allen!

Marcus & Benni

p.s.: Macht euch keine Sorgen! Hat ja alles nochmal geklappt.

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30Dez/093

Unsere bisherige Route

Eine ganz grobe Skizze:

 

Von Deutschland bis Istanbul

Von Deutschland bis Istanbul

Istanbul - Tehran - Tehran

Istanbul - Tehran - Tehran

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30Dez/094

Irania Fantastica

An unserem letzten Tag im Iran soll dieser wohl auch letzte Artikel ueber das Land verfasst werden - vielleicht ganz passend, so kurz vor dem Jahreswechsel.

Es faellt uns unheimlich schwer uns zu verabschieden. So viele grossartige Erinnerungen befinden sich im Gepaeck, dass ich manchmal ein wenig Aerger verspuere, den Iran nicht als letztes Land der Reise eingeplant zu haben. Natuerlich hoffen wir, dass es so toll weiter geht - aber in gewissen Aspekten scheinen Superlative erreicht zu sein, die kaum zu toppen sind.

Aber nun erstmal zu unseren letzten Tagen hier!

Gib' Gummi!

Gib' Gummi!

Im Weihnachtsgruss wurden schon unsere grossartigen Taucherlebnisse angerissen. Ueber Weihnachten waren wir also auf dieser echt winzigen (Durchmesser ca. 4Km) Insel und dabei auch sehr allein. Wir hatten uns auf Queshm Taucherbrillen gekauft, die wir hier nun so richtig ausreizen konnten! Da die Eindruecke schwer durch Worte zu beschreiben sind, hoffen wir, dass die Bilder und ein Video weiterhelfen (argh, sorry - Video macht Probleme, kann hoffentlich nachgereicht werden!)

Weihnachtscamp

Weihnachtscamp

Salam Mr. Fish!

Salam Mr. Fish!

Auf der Rueckfahrt von der Insel mit dem kleinen Glasfaser-Speedboat gab es dann eine fuer den Iran nicht voellig absurde Verhandlung: "How much is it?" "50 Dollar!" "50 Dollar?!? Sorry! Pul nadarrim (Kein Geld)! Maybe 5 Dollar?" "Ok,ok...for free!" "Yeah!"  :-)

Kaum am Strand des kleinen Dorfes am Festland angekommen fuhr ein Jeep vor mit einem Typen, der uns gleich erstmal ins sein Haus gebracht hat und darauf bestand, dass wir dort die Nacht verbringen sollen. Zuvor wohnten wir einen Volleyballspiel der Dorfbewohner und oertlichen Militaers bei, spielten mit den Kindern und genossen ein reichhaltiges Abendessen bei der Fischerfamilie.

Die kommenden Tage mussten wir aufgrund draengender Zeit grosse Distanzen zuruecklegen.

Sprit alle, kurz vorm Ziel

Sprit alle, kurz vorm Ziel

Wir trampten ueber 600Km an einem Tag in die Hafenstadt Bushehr, wor wir naechtigten, um am naechsten Tag die Stadt der Poeten und Gelehrten, Shiraz, erreichten. Dort sahen wir die Zeremonien anlaesslich des Gedenkens an den Tod des Imams Hossein, bei denen sich Menschen in langen Maerschen auf den Strassen bei dumpfen Paukenschlaegen mit Metallketten selbst geisseln - ziemlich strange.

Unser Kumpel Farhad hat uns in Shiraz Kontakte besorgt, so dass wir das luxurioese Anwesen einer Aerzte Familie (Mutter Zahnaerztin, Papa Orthopaede) bezogen. Die Eltern uns ihre zwei Toechter gehoeren zweifelsohne zur Upperclass und sprachen aufgrund der geplanten Auswanderung nach Kanada perfektes Englisch. Der kommende Tag wurde von erneuten blutigen Demonstrationen in den grossen iranischen Staedten ueberschattet. Zusammen mit Freunden der Familie beobachteten wir per Satelitten-TV (das nationale Fernsehen wird komplett vom Staat kontrolliert die grausamen Bilder und fuehrten unglaublich interessante Gespraeche ueber die Situation, die Zukunft und verlorene Hoffnung.

Zu Gast in Shiraz

Zu Gast in Shiraz

Vielleicht klingt es ironisch, aber in dem Chaos mit tausenden Festnahmen und mehreren Todesopfern durch brutale Polizeigewalt sahen wir, genau wir auch einige andere Iraner, Hoffnung. Es wurde uns immer wieder der Eindruck bestaetigt, dass die Regierung kaum noch Rueckhalt im Volk besitzt und ihre Position nur durch absolute Skrupellosigkeit und brutalste Gewalt verteidigen kann - ein Konzept, das in meinen Augen zumindest, auf Dauer zum Scheitern verurteilt ist. Aber genau diese "Dauer" ist es, die den Menschen hier zu schaffen macht. Wenn man seit 30 Jahren unter solchen Umstaenden lebt, ist es kaum verwerlich an Hoffnung zu verlieren...

Der naechste Tag und leider nur dieser eine, wurde Irans wohl schoenster Stadt, Esfahan, gewidmet. Ein Poet sagte: Esfahan nesf-e jahan (Wer Esfahan sah, hat die halbe Welt gesehen). Klingt hoch gegriffen uns ist es eventuell auch, doch muss die Stadt tatsaechlich eine der allerschoensten des mittleren Ostens sein, mit ihren gruenen Parks, uralten Flussbruecken, pompoesen Bauwerken und orientalischen Flair. Als wir am Abend nach Tehran aufbrachen, bereuten wir es schon, nicht noch laenger dort geblieben zu sein. In der Stadt erlebten wir einen Moment, der in dieser Form einfach an der Tagesordnung war: Zwei Deutsche stehen am Flussufer. Zwei Iraner naeher sich neugierig und begruessen uns herzlich. Man ist zu viert. Eine Gruppe von ca. 5 Soldaten und 2 Polizisten naehrt sich und steigt freudig ins Gespraech ein, drei etwas nerdige Jugendliche stimmen ein, ein alter Mann beoachtet das ganze und ein iransicher Gangster-Iltis-Typ steckt seinen Kopf in die Runde. Innerhalb von maximal 2 Minuten ist man von einem laermenden, lachenden und gespaechigen Knaeuel von 20 Iranern umgeben :-)

Park in Esfahan

Park in Esfahan

Imam Square Esfahan

Imam Square Esfahan

Feilschen auf dem Basar

Feilschen auf dem Basar

Esfahan - Palaeste

Esfahan - Palaeste

Eine von ueber 30 Bruecken

Eine von ueber 30 Bruecken

Zurueck in Tehran wurden wir zum zweiten Mal von diesem haesslichen Moloch erschlagen. Wir waren froh, die Bude unseres Kumpels Amir zu erreichen - bis ich feststellen musste mein Daypack inkl. MP3-Player in der Mitfahrgelegenheit verpeilt zu haben - neeeeiiinn! Wo soll ich den hier Freunde des Indie- und Punkrocks finden, die mir zu neuer Musik verhelfen koennen!?

Morgenappell einer Schule in Tehran

Morgenappell einer Schule in Tehran

Den folgenden Abend verbrachten wir zuerst in einer Runde von Amirs Freunden in einem traditionellen Teehaus, bevor wir Kumpels vom Hormoz Festival besuchten...naemlich unsere Hippie / Kuenstler Freunde, die sich im Studio von Happyface versammelt hatten - zu meiner Freude war auch Fatima (Mrs. Todesstrafe :) ) aus Bandar Abbas dort, so dass man sich vor der Reise nochmal verabschieden konnte.

Mit Amir & Co. im Teehaus

Mit Amir & Co. im Teehaus

Shisha inklusive!

Shisha inklusive!

Benni, Fatima, Schnabelfrau, HappyFace, Schnabelmarcus, Typ, Mohamad, Jesus-Verschnitt

Benni, Fatima, Schnabelfrau, HappyFace, Schnabelmarcus, Typ, Mohamad, Jesus-Verschnitt

Dann ist es auch schon heute - mit einer Ueberraschung fuer einige. Wir werden naemlich nicht wie eigentlich geplant nach Pakistan weiterreisen, aufgrund strikter Visa-Restriktionen unserer Botschaft, so dass wir komplett umdisponiert haben: In wenigen Momenten schickt uns Gulf Air ueber Bahrain nach Bangkok. Sylvester wird es also fuer uns dieses Jahr geben - im Trubel der Thai-Metropole.

Doch einige abschliessende Worte zum Iran. Es ist einfach ein Land der Ueberraschungen gewesen, so ganz anders, als man es erwartet haette. In den Staedten ganz sicher genauso modern wie westliche Metropolen, auf dem Land so traditionell wie manche Entwicklungslaender. Die Landschaft abwechslungsreicher als erwartet, die Distanzen groesser als gedacht, das Leben billiger als ertraeumt und das Gefuehl von Sicherheit stets vorhanden!

Aber das alles kann man getrost vergessen, wenn man an die Menschen hier denkt, die ca. 95% der Faszination ausmachen! An Neugier, Freundlichkeit und Gastfreundschaft wohl einfach nicht zu toppen, sind es aber vor allem die echten Freundschaften, die den Abschied so schwer machen. Wir haben hier Menschen kennengelernt, die viel mehr sind als tolle Reisebekanntschaften, sondern die ohne ein Zoegern als Freunde bezeichnet werden koennen.

So ist es bisher zwar eher Traeumerei und Utopie - aber die Hoffung ist gross, nach der langen Reise moeglichst bald in den fantastischen Iran zurueckzukehren - vielleicht (und hoffentlich!) dann ja unter anderen politischen Bedingungen! Unsere Freunde und die Menschen im Iran werden bald weit weg sein, aber gedanklich stets bei uns und in allerbester Erinnerung!

Khodahafez Iran - delam baraat tangenishe!  (Good bye Iran - I will miss you!)

Mr. Benjamin (wie man mich hier gerne zu nennen pflegt :-) )

FUN SECTION: Die Geschichte vom Gesichte

Vorher: Stattlicher Vollbart

Vorher: Stattlicher Vollbart

 

Zack!

Zack!

 

Der klassische Schnauzer XXL :-D

Der klassische Schnauzer XXL :-D

 

Gestatten, Prinz Eisenherz :-)

Gestatten, Prinz Eisenherz :-)

To be continued!

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26Dez/092

FROHE WEIHNACHTEN!

Auf diesem Wege ein frohes Weihnachtsfest an alle unsere Freunde und natuerlich auch die Familie!

Wir haben in Weihnachten mit einer Flasche suedafrikanischen Wein (Danke Farhad!) auf einer winzigen Insel (15 Menschen) reingefeiert - ganz allein am wundervollen Strand bei ca. 25 Grad abends sangen wir am Lagerfeuer einige Weihnachtslieder.

Die Bescherung folgte dann tatsaechlich am 24.12.! Bei super Wetter tauchten wir durch wundervolle Korallenriffe mit Schwaermen tropischer Fische, Rochen und Co, erkundeten alte Schiffswracks und genossen die Einsamkeit und Schoenheit der Insel.

Alles Weitere demnaechst - alles Gute aus Shiraz,

Benni & Marcus

Weihnachten am Golf

Weihnachten am Golf

Korallen zu Weihnachten!

Korallen zu Weihnachten!

Schoene Bescherung :-)

Schoene Bescherung :-)

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21Dez/097

Der Persische Golf

So, wir also auf Queshm, eine riesige Insel mit ueber 100km Laenge, sodass man sich gar nicht mehr  wie auf einer Insel fuehlt. Nachdem wir ueber Freunde in der WG von anderen Freunden oder so aehnlich gelandet sind und  total erschopeft gerade noch die Einladung zu einem ominoesen Besaeufnis ausschalgen konnten ( Die sind hier echt heiss drauf einem zu demonstrieren, dass man hier auch Alkohol trinkt!), fluechteten wir schnell zur naechsten kleinen Insel namens Hengam.  Doch zuvor hatten wir noch ein lustiges Erlebnis am einsam Strand von Queshm.  Truegerisch verlassen weilte morgens ein Geruest aus Netzten im flachen Wasser und aus Neugier tauchten wir mal vorsichtig rein. Ueberaschenderweise war da die Hoelle los, die Fischer sollten erst in einegn Stunden vorbeischauen um den Fang zu sichern. Wir also mit der Highsociety der Meerestiere in einem 80 Quadratmeter Netzgefaengnis.  Zusammen mit bunten Korallenfischen, eingen Rochen, Krustentieren und zwei Octopussen gabs ein Mordsspektakel und als ich gerade mit meiner frisch gefangenen Riesenkrabbe am Ufer kaempfte, hat Benni es endlich geschafft durch bestaendiges Piesacken dem Octopus eine Ladung Tinte zu entlocken!

Soviel also zu Queshm, mehr nennenswertes war da auch ersteinmal nicht.

Mit einem dieser komischen unstabilen Miniboote hupften wir also mit Highspeed ueber die Wellen gen Sueden nach Hengam. Dort finden wir in der Abenddaemmerung eine wunderbare Schlafstelle mit Panoramameeresblick. Unmengen und Korallenbruchstuecken am Ufer zeugen von einem ausgepraegten Leben im Wasser. Mit einem Laecheln auf den Lippen und voller Vorfreude sinken wir in den Schlaf, morgen endlich mal ausgiebig Tauchen.... Natuerlich stuermte und regnete es am naechsten Tag, dieses Szenario sollte sich uebrigens noch mehrmals wiederholen.  Am Folgetag allerdings schaffen wir es endlich durch bunte Fischschwaerme zu tauchen und im Wassers stehend werden wir sogar von einem Schwarm springender Fisceh attackiert, die verwirrt und aengstlich Benni an die Brille und mir an die Brust huepfen. Doch leider muessen wir auch diesen Platz aufgeben ,denn  das Trinlwasser ist leer  und das Dorf  weit. Im Dorf haben die Laeden dann geschlossen.  Siesta! Dafuer laedt uns ein Fischer zum Mittagessen und die Frau/ Tochter verpasst mir zwei Henna-Tatoos. Nicht besonders schoen aber das eine war zufaellig mein Sternzeichen: Skorpion. Zufall?

Auf Queshm dann wieder besuchen wir den riesigen Mangrovenwald. Gluecklicherweise ist unser Tramp Mangrovenfischer und auf dem Weg zu den Netzten und so duempeln wir zu viert auf einem kleinen Boot fuer 2 Stunden in der Abendsonne durch die Mangroven und sammeln die Fische aus den Netzen.

Am Uebernaechsten Tag beschliessen wir uns kurz zu trennen. Waehrend Benni Richtung Queshm-City trampt und auf einen Scheich trifft, der auch gleich eine Einladung nach Dubai ausspricht und zum Esen laedt, durchquere ich an einer schmalen Stelle fuer vier- fuenf Stunden die langgezogene und nur am Ufer bewohnte Insel. Das Inland ist hier Wueste und so komme ich mir auch vor, ganz alleine und ziemlich weit weg von allem. Im Morgengrau breche ich auf und begegne gerade noch zwei Kameltreibern, ehe die Wueste mich verschluckt. Erst Sonne und irgendwann auch einem Pfad folgend finde ich unverhofft dann auch meine erste Oase! meine eigene Oase! Davon habe ich schon als Kind getrauemt!

Eine Einladung zum Mittagessen verwirft allerdings meinen Zeitplan und so verpasse ich Benni abends am Hafen um 20 Minuten. Fuer Benni wurde vom Scheich bereits ein kleiens Boot gechartert, dass ihn zur naechten Insel Larak befoerdert. Die Faehrboote fahren nun nicht mehr, also werde ich wohl morgen folgen. Verwirrt und hilflos stehe ich noch kurz am Hafen und ueberlege, als ich auch schon von Jamal, einem Englsichelehrer fuer Hochbegabte aufgegriffen werde. Der besucht gerade seine  drei Kumpels, auch alle englsichsprachig und so gibts nach der obligatorischen Essenseinladung abends eine lustige Pyjamaparty ohne Pyjama. Ich komme gerade aus der Dusche, als schon alle lecht "bekleidet" und teils nur noch in Unterwaesche auf dem Boden hocken sich amueiseren. Ein wunderbarer Abend. Lustigerweise wohnen hier zwei Typen in einem Zimmer + Wohnzimmerkueche. Die haben auch keine Moebel wie Betten oder Sofas. Geschlafen, gessesen und gegessen wird auf dem Boden, wobei beim Essen noch ein Tischtuch drunter gelegt wird. Das uebrige Brot wird dann oft einfach am Ende wieder mit in die Decke eingerollt und kommt dann  beim naechsten Essen wieder zum Vorschein. Verrueckt!

Den naechsten Tag begleiten mich die Jungs auf die Insel zu Benni. Hier wohnt fast niemand nur einige Soldaten und Fischer. Wir schwimmen etwas und lassen sie dann ziehen, denn wir wollen noch eine Nacht hier verbringen und am naechsten morgen zurueck aufs Festland. Ich erwaehnte ja, dass hier fast niemand wohnt und dementsprechend fahren auch die Boote. Fuer eine Strecke die sonst 2 Dollar kostet verlangt man nun 25 Dollar. Wohlwisend, dass es hier kein Hotel gibt, gibt uns noch den Rat einfach am naechsten Morgen um 6:00 uhr das Boot zu nehmen, das kostet dann auch nur 1 Dollar (???). Naja, Hotel brauchen wir nicht und so bleiben wir dann etwas angefressen auf der Insel. Augenblicklich nach der Verhandlung werden wir allerdings von 10 Rohrarbeitern in Obhut genommen, die am Hafen in einer kleinen Baracke wohnen, zusammen auf ca. 30 Quadratmetern. Nach der Arbeit haengen die Jungs den ganzen Tag rum warten, dass die Zeit vergeht, Tag ein...Tag aus...Tag ein...usw. Da sind wir natuerlich eine  willkommende Abwechslung.  Der Abend wurde echt lustig! Singen und Zaubern, Schach und Karten, Essen und Unmengen Tee und natuerlich wieder Deutsch und Farsi Sprachlektionen. So stelle ich mir eine Sammelzelle im Knast vor!

Am naechsten Tag besuchen wir noch einmal den Lehrer Jamal, der wohnt naemlich in Bandar Abbas auf dem Festland. Wir haben die einmalige Gelegenheit seine Schule zu besuchen. Mit guter Erinnerung an den Besuch in der Tuerkei werden wir morgend in den Lehrerschulbus eingeladen und sitzten dan im Buero. Nach und nach werden uns die besten Schueler vorgefuerht und einige Englischlehrer und dann gibt es irgendwelche Prrobleme und wir muessen die Schule rasch wieder verlassen. Wer hier mit Auslaendern gemeinsame Sache macht und sei es nur sie bei sich uebernachten zu lassen, begibt sich hier auf duennes Eis. Dem Rektor wurde es nach der freundlichen Begruesung dann wohl doch zu brisant.

Jetzt sitzte ich gerade wieder bei Farhad, unserem Freund vom Hormuz-Festival und warte, dass er und seine Gang vom Einkaufen wieder zurueckkommen. Heute ist die laengste Nacht im Jahr und das wird zelebriert. Mit Wassermelonen und noch irgendetwas...mal sehen. Auf jeden Fall fahren wir wieder an einen einsamen Strand und was dann kommt koennen wir uns schon denken!

Marcus

 

Unser Kumpel Omid zu Besuch im Lager

Unser Kumpel Omid zu Besuch im Lager

Streicheleinheiten fuer Elektro-Rochen

Streicheleinheiten fuer Elektro-Rochen

Riesenkrabbe aus dem Fischernetz

Riesenkrabbe aus dem Fischernetz

Zu Gast bei den Fischern auf Hengam-Island

Zu Gast bei den Fischern auf Hengam-Island

Mini-Mangrovenwald

Mini-Mangrovenwald

Woerterbuch der Fisher, Augenmerk auf das Wort oben rechts!!!

Woerterbuch der Fisher, Augenmerk auf das Wort oben rechts!!!

Mangrovenfischer auf Queshm-Island

Mangrovenfischer auf Queshm-Island

Mittagessen beim Dubai-Scheich

Mittagessen beim Dubai-Scheich

Wueste

Wueste

Kamele in der Wueste

Kamele in der Wueste

Oase, leider ohne Palmen

Oase, leider ohne Palmen

Tauchen auf Hengam-Island

Tauchen auf Hengam-Island

Bei Rohrarbeitern auf Larak

Bei Rohrarbeitern auf Larak

Das gute alte 0,0% Bavaria Bier

Das gute alte 0,0% Bavaria Bier

Schulbesuch in Bandar Abbas

Schulbesuch in Bandar AbbasSiesta!

Spontanes Schachspiel

Spontanes Schachspiel

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9Dez/0913

Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten?

Wie in den Erzaehlungen von Marcus schon anklang, erleben wir den Iran so GANZ anders, als wir es erwartet haetten.

Was wir vorher schon immer gesagt haben, ist allerdings in absolut ueberzeugender Form Realitaet geworden: Es gibt einen klaffenden Canyon zwischen dem, was die "politische" Fuehrung in diesem Lande darstellt und dem, was und wie die Menschen hier sind und denken.

Es ist ueberwaeltigend, was fuer ein Ausmass die Rebellion in den Koepfen der Menschen hier gegen die, sie in so vielen Bereichen unterdrueckende und voellig unrepresentative Regierung hat. Praktisch jeder sagt uns mehr oder weniger direkt, wie sehr er das Regime hasst und wie noetig ein Umbruch ist.  Die Menschen hier verlieren auf der einen Seite den Glauben an ihr Land und so viele smarte Leute die wir getroffen haben, versuchen gerade auf schnellsten Wege auszuwandern - auf der anderen Seite wird uns von ueberall her klar gemacht, dass ihr Land absolut nicht so ist, wie es nach aussen dargestellt wird.

Wir werden angehalten, gebeten, ja teilweise fast angefleht (Bsp.: in einem Internetkaffee in Tehran stellt eine aeltere Frau fest, dass die Regierung eine weitere Website gesperrt hat, berichtet uns von all den Dingen und ihr kommen die Traenen als sie sagt: "You have to tell the people in Germany how things are in Iran. We are afraid, alone and we need help! Please report about our country.") unseren Eindruck und die Wahrheit nach draussen zu tragen. Die Iraner sind ein von der Aussenwelt isoliertes Volk was vor allem Solidaritaet und Verstaendnis sucht - und definitiv auch braucht! Vergesst die Vorurteile von den Menschen hier, die kennen sie selbst nur ZU gut (weiteres Bsp.: Pause einer Ueberlandbusfahrt, ein Typ in unserem alter der kaum Englisch spricht drueckt uns einen Zettel in die Hand:  )

Ohne Worte

Ohne Worte

So viel als Einleitung...das im Folgenden beschriebene Festival ist ein Paradebeispiel fuer die subtile Rebellion der geistigen Elite und jungen Generation, sowie das stetige Bestreben nach einer Normalitaet, die fuer uns nichts als Gewohnheit ist.

HORMOZ SOIL FESTIVAL

Wie schon im voherigen Artikel beschrieben, erreichten wir durch diverse Zufaelle dieses Art-Festival. Auch als nicht besonders Kunst-interessierte Person wirkten die nur aus Natursand der Insel in den leuchtendsten Farben erstellten Carpets beeindruckend, als sie eine weite Flaeche des Strandes einnahmen und von enormen Detailreichtum waren.

Die Carpets - Kunst auf Iranisch

Die Carpets - Kunst auf Iranisch

Doch war uns noch immer nicht klar, wo genau wir nun gelandet waren! Im nu wurden wir in ein in den nahen Duenen direkt vorm Meer gelegendes Camp gefuehrt, wo wir von allen Seiten aufs Allerherzlichste begruesst wurden. Bevor wir uns versahen bekamen wir ein Identitaetsschild zum Umhaengen, welches uns als Kuenstler aus Deutschland und Teilnehmer des Festivals auswies. Ich? Kuenstler?? Naja, immer mal was Neues probieren :-)

Festival Crew

Festival Crew

Hormoz Soil Festival

Hormoz Soil Festival

Der Abend selbst war der letzte des mehrtaegigen Festivals und einfach nur brilliant - definitiv etwas, was man im Iran als Letztes erwarten. Wir lernten eine oertliche Rock (!!) Band kennen, die abends noch auftrat, einen Haufen Bilderbuchhippies mit Rastalocken und Jesus-Latschen, diverse Kuenstler, Musiker, Schauspieler und Autoren aus ganz Iran - allesamt Freigeister und vehemente Kritiker der Zustaende, welche auf dieser Insel die sonst nicht existente Freiheit lebten!

Wir machten Musik, hoerten Musik, unterhielten uns ueber Politik, deutsche Kunst und Literatur (beeindruckend, was die alles wussten!) und selbst ueber Philosophie. In der Dunkelheit sassen wir dann mit einigen Leuten von 30 - 50 Jahren in einem abgelegenen Zelt wo unter grosser Zelebration eine Flasche Vodka (statt dem versprochenen Bier...) hervorgeholt wurde...die dann auch bald weg war ;-) Danach wurde im Dunkeln vorm Zelt ausgelassen getanzt, direkt darauf im Mondschein der Musik gelauscht.

Abend auf dem Festival

Abend auf dem Festival

Spaeter gab es dann Rockmusik und noch spaeter Chill Out Musik im Kreise am Lagerfeuer, wo sich das ganze Lager versammelte, bevor irgendwann alle in ihren Zelten verschwanden.  Interessant war, dass hier auch die Frauen nahezu in voelliger Gleichberechtigung agierten! Am naechsten Morgen wurden wir bevor wir richtig wach waren von der Vodka-Gruppe geschnappt, die dann mit uns in einem kleinen Speedboat die nahen Mangrovenwaelder erkundete, sehr interessant!

Mangroven

Mangroven

Das Festival loeste sich nach unserer Rueckkehr langsam auf, doch wir haben dort viele Freunde gefunden, Adressen getauscht und sogar fuer die Rueckkehr nach Bandar Abbas eine Einladung bekommen. Vor allem haben wir eine ganze Menge erfahren und gelernt!

Rockband auf dem Weg zum Hafen

Rockband auf dem Weg zum Hafen

Wir verbrachten noch zwei Naechte auf der Insel, in denen wir eigentlich Ruhe haben wollten, die aber kaum bekamen - denn fast dauerhaft meinten es einige der neuen Freunde gut mit uns, organisierten Bootstouren (bei der wir Delphine am Boot gesehen haben!!), Erkundungsfahrten um die Insel herum oder einfach Lebensmittel. Selbst als wir an einem einsamen Strand im Dunkeln am Lagerfeuer sassen, kam ploetzlich ein Boot naeher und kurz darauf sassen zwei Fischer (die kein Wort Englisch konnten) ruhig mit uns am Feuer und sponsorten frischen Fisch.

Hormoz Island von oben

Hormoz Island von oben

Strandfruehstueck

Strandfruehstueck

Strandfruehstueck?!

Strandfruehstueck?!

Fishermans Friend

Fishermans Friend

Am naechsten Morgen wurden wir von Regen und Sturm geweckt, so dass fast unser Hab und Gut ins Meer flog...nach einer moerderischen Bootsfahrt durch die Wellen waren wir wieder in...

Bandar Abbas Part II

Wir wollten eigentlich schnell weiter zur naechsten Insel, doch es kam mal wieder anders. Farhad, der Boss der Rock Gruppe lud uns zu sich nach hause ein. Wir wohtnen hier bei seinem Bruder und erfahren mal wieder unvorstellbare Gastfreundschaft. DIe Familie scheint Geld zu haben, deshalb fehlt es uns an nichts...wir essen gut, fahren mit einem Jeep in die Berge und fahren an einsame Straende, die der Regierung gehoeren, um mit Freunden Vodka zu trinken! Dazu bekommen wir gute Tipps von der Mutter, die als Tourist Guide arbeitet.

Unsere Kumpels in Bandar Abbas

Unsere Kumpels in Bandar Abbas

Marcus hat mit den Jungs eine heisse Quelle erkundet, waehrend ich mich in Lebensgefahr begeben habe - auf eine Weise die in Deutschland wahrscheinlich laecherlich wirkt. Auf dem Festival lernte ich eine der Organisatorinnen kennen...die 27 jaehrige Schauspielerin Fatima, mit der ich mich schon dort prima verstanden habe.

Todesurteil? :-)

Todesurteil? :-)

Also wollten wir uns in der Stadt nochmal treffen...auf ein Date mit einer unverheirateten Frau kann im Extremfall die Todesstrafe stehen, hooray :-) Generell ist es im Iran gesaetzlich verboten einen Girl- / Boyfriend zu haben. Mir wurde vor der Sache also kraeftig Angst gemacht, doch das ganze lief dann voellig ohne Polizeieinsatz ab...puhh! Auch fuer unseren Alkoholkonsum und die Kritik am Regime koennte man uns schon mehrfach gepeitscht und getoetet haben. In Deutschland bin ich bisher nicht ueber 10 Euro Bussgeld gekommen - im Iran auf mindestens 3 x Todestrafe. Bin nun ein schwerer Junge, gebt Acht! :-D

Morgen gehts auf eine groessere Insel hier im Golf, wo wir mit etwas Glueck sogar nach Korallen tauchen gehen! Dank der guten Connections unseres Kumpels Fahad :-)

Es lebe dieses wunderbare Land - hoffentlich schon bald in der ihm zustehenden Freiheit!

Euer Benni

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